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Das Frühstück an diesem schönen Samstagmorgen ist gerade vorbei und nun steht es den Schülern frei, nach Hogsmeade zu gehen oder ihre Zeit auf dem Schlossgelände zu verbringen.
 
 
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 Sommerferien (Jerry & Marlène)

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Marlène Curtis
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   So März 29, 2009 6:13 pm

Marlène dagegen brauchte etwas länger zum Umziehen als Jerry, schon allein deshalb, weil sie ihren Mascara lieber schon im Vorraus entfernte, damit sie nicht später schwarze Streifen unter den Augen haben würde. Sie band sich die roten Locken zu einem Zopf zusammen und stellte fest, dass sie blass wie eh und je war - wahrscheinlich würde sie zwischen all den braungebrannten Muggeln total auffallen. Sie war von Natur aus kein Mensch mit besonders dunkler Hautfarbe; außerdem war ihr im Sommer draußen oft zu warm und ihr Kreislauf spielte schnell verrückt. Deshalb hatte sie sich angewöhnt, die meiste Zeit im kühlenden Schatten oder aber ganz im Haus zu verbringen, was sich natürlich auch dementsprechend in ihrer Hautfarbe niederschlug. Wenn sie sich so im Spiegel betrachtete, der an der Kabinenwand befestigt worden war, sah ihr ein distanziert blickendes, porzellanpuppenhelles Mädchen mit Sommersprossen und knallroten Haaren entgegen. Der Bikini bildete einen ziemlich starken Kontrast an ihrem Körper mit seinem einfachen schwarz. Sie seufzte, nahm ihre Sachen und hoffte, nicht umzukippen oder einen totalen Sonnenbrand zu bekommen, als sie zu Jerry nach draußen ging. Ihr Haar musste leuchten wie Feuer, vermutete sie.
Jerry saß entspannt auf einer Bank vor den Kabinen und ließ die Sonne auf sein Gesicht fallen. Er hatte die Augen geschlossen und wirkte wie ein Fels in der Bandung, fiel Marlène auf - sie kicherte -, wie er so völlig ruhig da saß und die vielen anderen Menschen um ihn herum lärmten, mit Wasser spritzten und ausgelassen herumrannten. Vor einer Woche noch hätte sie sich nie träumen lassen, dass sie in den Ferien wirklich einmal schwimmen gehen würde, draußen, in der Sonne und unter blauem Himmel - und vor allem natürlich mit Jerry.
Leise näherte sie sich ihm, ihre Sachen unter einen Arm geklemmt. Ein paar Herzschläge blieb sie dann stumm vor ihm stehen und musterte ihn, wie sich seine Brut gleichmäßig hob und senkte, als würde er schlafen. Dann, aus einem Reflex heraus, beugte sie sich leicht vor, legte eine Hand neben seine Schulter auf die Rückenlehne der Bank und ließ ihre leicht geöffneten Lippen ganz schwach über die seinen streifen.
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Jeremy Messy
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   So März 29, 2009 11:59 pm

Jerry riss vor Schreck und Überraschung seine Augen auf. „Marlène!“, rief er atemlos. „Du hast mich erschreckt.“ Auch wenn Jerry die erste Schrecksekunde nun überwunden hatte, sein Herz raste noch immer unnatürlich schnell. Diese kleine Berührung ließ seine Lippen immer noch angenehm kribbeln. Jerry wusste, dass er gerade noch irgendetwas sagen wollte, aber Marlènes Anblick hatte ihm die Sprache kurzzeitig verschlagen. Wie er gedacht hatte, konnte er seine Augen nicht von ihr lassen. Ihre Haare leuchteten wie Feuer in der Sonne und der schwarze Bikini auf ihrer hellen Haut bildete einen krassen Kontrast dazu. Wie Feuer und Eis... Leidenschaft und Kühle... Jerrys Augen sogen jedes noch so kleine Detail an Marlènes Körper auf. Angefangen von ihren schmalen Schultern, ihrer Oberweite (Jerry ärgerte sich als sein Blick, länger als gewollt daran hängen blieb) und ihrem flachen Bauch zu ihren Hüften und den Beinen.
Wunderschön! Er sah Marlène wieder ins Gesicht und grinste sie verschmitzt an. Er nahm ihre Hand und zog sie zu sich auf seinen Schoss. Selbstbeherrschung hin oder her, er wollte und konnte einfach nicht von ihr lassen. Es erschreckte ihn schon fast, was für eine starke Wirkung sie auf ihn hatte, dass er sich gar nicht mehr, oder nur schwer, unter Kontrolle hatte. „Wo waren wir stehen geblieben?“, hauchte er noch gegen ihre Lippen, bevor er diese ungestüm in Beschlag nahm. Es war ihm so egal, dass sie hier umzingelt von Muggeln waren, dass sie alle sehen konnten. Überhaupt war alles egal, als er Marlènes nackte, weiche Haut unter seinen Händen spürte... Diesmal wusste er, wann es Zeit war, den Kuss zu unterbrechen. Er löste sich von ihr und grinste sie vor lauter Glück breit an. „Sorry für den Überfall.“, flüsterte er entschuldigend. Sie standen auf und Jerry hob den Rucksack vom Boden auf. Danach machten sie sich auf den Weg und suchten ein passendes Plätzchen für sie beide. Sie entschieden sich für einen Platz im Halbschatten. Jerry öffnete den Rucksack und kramte darin nach den Handtüchern. Wo stecken die denn? Ungeduldig drehte er den Rucksack auf den Kopf. Wasserflaschen, Geldbeutel, Schlüssel und Sonnencreme purzelten achtlos ins Gras. Natürlich ganz unten. Er breitete die Handtücher aus und beschloss gleich mal Probezuliegen. Jerry verschränkte die Arme unter dem Kopf und sah zu Marlène auf. „Wollen wir gleich ins Wasser?“
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Marlène Curtis
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Di März 31, 2009 11:04 pm

Marlène nickte zustimmend und ließ ihre Kleider auf ihr Handtuch, während sie Jerry von oben herab musterte. "Können wir meinetwegen machen", sagte sie, "Aber versprich dir nicht zu viel. Ich bin keine wirklich gute Schwimmerin und abgesehen davon bekomm ich garantiert sofort einen beschissen heftigen Sonnenbrand.". Jetzt, wo sie an die paar Male dachte, an denen sie einen Sonnebrand gehabt hatte, schwand ihre gute Laune. Einmal im Sommer war sie von zu Hause abgehauen und ziellos in den vor stehender Hitze und Abgasen strotzenden Straßen von London herumgelaufen, bis sie irgendwann fast einen Hitzschlag bekommen hatte und von einem Muggelverkäufer in sein klimatisiertes Geschäft getragen werden musste, damit sie sich wieder halbwegs abkühlte. Tags darauf war ihr Rücken komplett rot gewesen, ein abstoßendes Krebsrot an den Stellen, an denen sie kein Top geschützt hatte. Noch eine Woche danach hatte sie kaum richtig sitzen, geschweige denn liegen können. Sie schwor sich, nicht allzu lange im Wasser zu bleiben, sich danach sofort in den Schatten zu hocken und sich einzucremen, bis sie vor Sonnenmilch nur so strotzte. Zur Not konnte Jerry das ja auch übernehmen, das würde ihn bei Laune halten, wenn er so schnell schon wieder aus dem Wasser kam.
Marlène stämmte eine Hand in die Hüfte, hob die Augenbrauen und sah ihn grinsend an.
"Weißt du was?", fragte sie und war bemüht, dabei zwar schelmisch, aber nicht kindlich zu klingen. "Der Letzte muss den anderen später eincremen.".
Sie lachte, wirbelte herum und sprintete los, auf die übervollen Schwimmbecken zu, ehe Jerry überhaupt eine Chance hatte, aufzustehen. Sie war keine ausdauernde Läuferin und gegen seine Schrittlänge hatte sie vermutlich keine Chance, aber sie nutzte den Überraschungseffekt, so gut sie konnte.
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Jeremy Messy
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Mi Apr 01, 2009 12:58 pm

Jerry stützte sich auf die Unterarme und zwinkerte Marlène zu. "Keine Sorge, ich hab nicht vor, richtig zu Schwimmen. Wir plantschen nur ein bisschen im Kinderbecken herum." Marlènes Herausforderung kam dann wirklich mehr als überraschend für Jerry. Er brauchte den Bruchteil einer Sekunde, um zu reagieren. Lachend sprang er vom Boden auf und sprintete Marlène hinterher. Sie hatte keinen großen Vorsprung, er hätte sie locker eingeholt, aber die Aussicht sie eincremen zu dürfen, war einfach zu verlockend. So oder so, musste sie ihn später ja auch eincremen. Jerry konnte Marlènes roten Zopf vor sich her wehen sehen und verlangsamte seine Schrittgeschwindigkeit. Sie erreichten die Schwimmbecken und Jerry hoffte, dass sie auf den rutschigen Fliesen nicht ausrutschen würde, aber da war Marlène auch schon im Wasser. Jerry vollführte aus vollem Lauf einen Hecht und tauchte neben Marlène ins Wasser ein. Prustend erreichte er wieder die Wasseroberfläche und schwimm zurück zu Marlène. Er grinste sie breit an, doch die traute Zweisamkeit wurde jäh durch eine polternde Stimme gestört. Der übereifrige Bademeister war zu ihnen herüber gekommen und wetterte gleich drauf los. "Einspringen vom Beckenrand ist verboten! Wie oft muss ich das eigentlich noch sagen? Außerdem steht das da doch überall geschrieben! In dem Becken schwimmen kleine Kinder! Mit deiner Aktion hättest du leicht auf eines drauf springen können!" Jerry sah entschuldigend in das wutrote Gesicht des Bademeisters und sagte kleinlaut: "Ist ja in Ordnung, ich mach's ja nicht noch mal." Misstrauisch musterte der Bademeister Jerry und Marlène, bevor er sich dann wieder zu seinem weißen Plastikstuhl begab und auf dem Weg dorthin noch zwei, mit Wasser spritzende Kinder anschnauzte. "Ein wahrer Sonnenschein, oder?", sagte Jerry grinsend. Er legte seine Arme auf den Beckenrand und streckte sie Beine aus. Der Wasserauftrieb hielt in einigermaßen in der Lage. "Übrigens hast du nur ganz knapp gewonnen. Dafür musst du mich dann aber auch eincremen." Er wandte den Kopf und betrachtete Marlène. Wasser perlte von ihren Haaren auf ihren Hals und schlängelte sich über ihr Schlüsselbein und ihre Schultern hinab. Jerry schluckte und widerstand dem Drang, die Wasserperlen nicht sofort mit dem seinem Mund auf zu saugen. "Marlène, ich muss sagen, der Bikini ist eine viel bessere Alternative als Shorts und T-Shirt."
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Marlène Curtis
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Mo Apr 06, 2009 11:22 am

Marlène warf dem Bademeister auf seinem Stühlchen einen giftigen Blick zu. Hätte er sie persönlich so angemacht, hätte sie garantiert nicht so einsichtig reagiert wie Jerry. Beleidigte man sie oder griff man sie an, dann musste sie zurückschlagen, um sich nicht minderwärtig oder unterwürfig zu fühlen, das war einfach so bei ihr. Nicht, dass sie es gutheißen würde.
Sie sah zu Jerry und musterte ihn einen Moment lang prüfend. Er war keiner von den Jungs, die überzogen muskulös herumliefen, merkte sie, aber er war auch nicht ganz ohne, vielmehr ein Zwischending von beidem. Wahrscheinlich war er irgendwann mal ziemlich schnell gewachsen und sein Körper hatte sein eigenes Tempo nicht ganz mithalten können, so sah es jedenfalls aus. Sie grinste und unterdrückte den Drang, ihm jetzt näher zu kommen und ihn zu küssen. Es war wohl das Beste für ihn und seine kostbare Selbstbeherrschung, wenn sie das vorerst unterließ, zumindest hier im Schwimmbad. Stattdessen begann sie, ein Stückchen weiter in das Becken hineinzuschwimmen, vorbei an den vom Bademeister besagten Kindern, die mit Wasser spritzten und sich gegenseitig damit anspuckten oder darin zu tauchen versuchten.
"Na, ich weiß nicht", gab sie dabei über die Schulter zurück, hob eine Augenbraue und sah Jerry süffisant an. "Meinst du denn, dass ich gnädig sein sollte und das tun sollte, obwohl ich gewonnen habe?". Na schön, das war vielleicht etwas zu kindisch gewesen, befand sie, biss sich kurz auf die Lippe und schwamm noch ein bisschen weiter.
Ja, wahrscheinlich hatte er Recht damit, dass ihr der Bikini besser stand als improvisiertes Badezeug, das stimmte. Sie sah unauffällig im Wasser an sich hinab. Ihr gefiel der Bikini einigermaßen gut. Sie mochte keine aufwändigen Muster und schon gar keine großartigen Farben an sich sehen, das war eindeutig nicht ihr Stil.
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Mo Apr 06, 2009 6:17 pm

Jerry drehte sich im Wasser auf den Rücken und schwamm neben Marlène her. "Auch wenn ich Eurer Gnade unwürdig bin, bitte ich Euch: lasset Gnade walten, meine Königin und verschmiert eine ordentliche Portion von der Creme des Sonnenschutzes auf meinem nackten Rücken.", sagte Jerry setzte einen flehenden Gesichtsausdruck auf.
Meine Königin, dachte Jerry und lächelte im Stillen in sich hinein, das klingt gut. Ich sollte sie vielleicht öfter so nennen. Eigentlich gab es tatsächlich ein paar Parallelen zwischen ihr und dieser Königin Elisabeth von England. Laut Muggelkundeunterricht, sollte diese auch ein blasses Gesicht und rötliche Haare gehabt und dazu noch unnahbar und kühl gewirkt haben. Obwohl Jerry glaubte, das Wort kühl in Zusammenhang mit Marlène bald streichen zu können. Erst vorhin war doch wieder ihre freche Seite zum Vorschein gekommen und ihr Lächeln erst! Umwerfend!
Jerry grinste und sagte dann: "Oder ich zwinge dich dazu, es zu tun. Damit hätte ich absolut kein Problem. Bist du kitzlig? Dann weiß ich schon, wie ich dich dazu bringe." Er lachte kurz und ließ seinen Blick schweifen, welcher schließlich an einem jungen Pärchen hängen bliebt, das sehr mit sich selber beschäftigt war. Aus dieser Distanz war es unmöglich zu sagen, welche Hand zu wem gehörte. Dieser Anblick erinnerte ihn an etwas und er schielte kurz zu Marlène hinüber. "Darf ich dich mal was Persönliches fragen, Marlène?“ Ohne allerdings dann eine Antwort abzuwarten, fuhr Jerry fort: "Vorhin in meinem Zimmer hast du völlig ungerührt gesagt, dass ich mit dir schlafen könnte." Er spürte, wie er wieder rote Ohren bekam. Nicht, dass er verklemmt gewesen wäre und Sex ein Tabuthema war, über das er nicht sprach, aber bei Marlène hatte er manchmal das Gefühl, sich zu blamieren, wenn er darüber redete. "Ich nehme mal an, dass du nicht mehr ganz so... unbefleckt bist? Scheisse! Falsche Wortwahl. Ich meine, dass du da schon die eine oder andere Erfahrung gemacht hast, oder?" Er drehte sich erneut auf den Rücken und starrte bewusst irgendeine weiße Wolke am blauen Himmel an. Dann wandte er allerdings doch den Kopf. "Wer und wann?", fragte er und versuchte dabei unbeschwert zu klingen. Insgeheim musste er sich eingestehen, dass er bei dem Gedanken, dass schon jemand vor ihm Marlène berührt hatte, nicht so cool bleiben konnte, wie er vorgab, zu sein.
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Marlène Curtis
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Mo Apr 06, 2009 8:39 pm

Marlène verzog den Mund zu einem spöttischen Lächeln. Sie waren mittlerweile wieder am Beckenrand und das rothaarige Mädchen hatte die Arme über Kreuz auf den heißen Stein gelegt, um ihr Kinn darauf zu stützen. In diesem Moment wollte sie nichts anderes, als den jungen Mann neben ihr möglichst weit von sich zu stoßen.
"Du hast Recht, wenn du sagst, dass ich nicht mehr unbefleckt bin. Innerlich bin ich verdreckt bis oben hin.". Der Blick, mit dem sie Jerry ansah, war merkwürdig; teils verletzend, teils verschlossen, und noch immer lag dieses seltsame Lächeln auf ihren Lippen. Marlène war plötzlich eine Fremde, für Jerry und für sich selbst; und doch war sie noch nie so offen gewesen. Das war ihr Wesen, ihre Seele, ihre Art; und wenn sie ihm dadurch Schmerzen zufügte, um so besser, dann würde er endlich erkennen, wie verdorben sie in Wahrheit war. Sie drehte sich ganz zu ihm um, herausfordernd und höhnisch jetzt.
"Ich nehme mal an, dass du nicht mehr ganz so... unbefleckt bist? Scheisse! Falsche Wortwahl. Ich meine, dass du da schon die eine oder andere Erfahrung gemacht hast, oder?", hatte er gerade gesagt.
"Oh, bist du eifersüchtig?". Sie verzog den Mund. "Ja, es gab schon welche. Keine Ahnung mehr, wie sie hießen - es waren irgendwelche Muggel. Ich hab dir doch gesagt, dass ich ne Zeit lang mal Mist gebaut hab.". Sie begann jetzt, aufzuzählen. Marlène hatte jetzt angefangen zu reden und sie würde nicht aufhören, bevor sie nicht fertig geworden war. "Sachbeschädigung, Erregung öffentlichen Ärgernisses, Sex mit Volljährigen, Drogenkonsum - okay, wir haben was geraucht und ich hab einmal LSD probiert, aber das wars - Alkoholkonsum, Landfriedensbruch, Beleidigung, Körperverletzung, Diebstahl...". Sie dachte einen Moment lang nach. "Ach mann, was weiß ich, was da noch war.". Schließlich zuckte sie die Schultern. "Ich war halt in so ner Gruppe von aufsässigen Muggeln, die meinten, was gegen die Gesellschaft tun zu müssen. Das meiste war harmlos, ich hab da gar nicht viel gemacht.". Jetzt sah sie plötzlich wieder so aus wie zuvor, klein und düster. "Aber das Beste war ja noch, dass es mir absolut nichts gebracht hat, gegen meine Mutter, mein ich.", fuhr sie schmunzelnd fort. "Es war ihr total egal, was ich gemacht hab. Ich konnte mich noch so sehr auf den Kopf stellen, es hat sie kein Stück berührt.". Sie zuckte wie unbekümmert die Schultern und drehte sich wieder weg. Sie wollte Jerrys Gesicht nicht mehr sehen.
"Ich weiß nicht mehr, wer der Erste war.", griff sie seine Anfangsfrage erneut auf. "Kann sein, dass sein Name Joss war. Oder Lucas...? Irgendein Muggeljunge. Vor zwei oder drei Jahren vielleicht.". Marlène schien jetzt mit der Wand zu reden, so kam es ihr vor. Sie hatte mit einem Mal gut Lust, unterzutauchen und so viel Wasser zu schlucken, wie in ihre Lungen passte.
"Ich bin durch und durch verkorkst, ich habs dir gesagt. Es wäre Wahnsinn, wenn du weiter mit mir zusammen bleiben würdest."
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Jeremy Messy
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Mo Apr 06, 2009 9:17 pm

Während Marlène erzählte, waren Jerrys Augenbrauen immer höher gewandert. Zunächst war er überrascht, dann skeptisch und am Ende schockiert. Überrascht als erstes, weil Marlène plötzlich wieder ganz anders war, als vorher. Er hatte inzwischen herausgefunden, dass Marlène immer abweisend und kalt reagierte, wenn sie von ihrer Vergangenheit (oder vielleicht auch Gegenwart) erzählte. Wieder dieses distanzierte Gesicht. Jerry überlegte, dass ihre Art, so ungerührt davon zu sprechen, vielleicht eine Art Schutzmechanismus war. Es schien ihr inzwischen nichts mehr auszumachen, dass sie von ihren Eltern offenbar nicht geliebt wurde. Skeptisch anschließend, als Marlène aufzählte, was sie alles verbrochen hatte und schockiert zum Schluss, weil das alles in einem zeitlichen Raum von zwei oder drei Jahren passiert war. Vor drei Jahren war sie noch zwölf und er gerade mal fünfzehn. Auch wenn er vor drei Jahren kein Engel gewesen war, er konnte sich nicht vorstellen, wie ein zwölfjähriges Mädchen mit Muggeljungen soviel Mist bauen konnte. Jerry hatte Marlène schweigend zugehört. Schließlich fragte er: "Bereust du irgendwas von dem, was du getan hast?" Als Marlène zum Schluss wieder meinte, dass es Wahnsinn wäre, weiter mit ihr zusammen zu bleiben, wusste Jerry nicht mehr, was er noch sagen sollte. Sie schien sich dagegen zu sperren, dass er sie gern hatte. Er schüttelte den Kopf. "Marlène, kann sein, dass du total verkorkst bist, dass du viel Scheisse gebaut hast, das interessiert mich nicht. Ich meine, das interessiert mich schon! Weil du mich interessiert. Was ich sagen will ist, dass das keine Auswirkungen darauf hat, was ich für dich...", er stockte kurz. Eigentlich wollte er sagen 'Was ich für dich empfinde', aber das war ihm dann doch zu unmännlich und peinlich. "... Ich hab dich trotzdem gern und ich finde dich immer noch einfach umwerfend. Und ja, eifersüchtig bin ich tatsächlich. Ich bin auf jeden Jungen eifersüchtig, der je eine Hand an dich gelegt hat. Und übrigens kann es von mir aus Wahnsinn sein, wenn ich mit dir zusammen bin. Genie und Wahnsinn liegen ja bekanntlich nah beieinander." Er sah ihr offen ins Gesicht, in ihre grünen Augen und überlegte, ob er wirklich sagen sollte, was ihm auf der Zunge lag. Am liebsten hätte er sie dabei berührt, über ihr Gesicht gestreichelt, sie umarmt, aber sie war in diesem Moment emotional so weit von ihm entfernt, dass er es nicht wagte. "Kann's sein, dass du diejenige von uns beiden bist, die nicht mit mir zusammen sein will?", fragte er dann. "Ich will nämlich, verdammt noch mal, mit dir zusammen sein, weil ich mich in dich verliebt hab. Da hast du's, jetzt ist es raus." Er verschränkte trotzig die Arme vor der Brust und zog verärgert die Stirn kraus. Das war wahrscheinlich die unromantischste Liebeserklärung, die je ausgesprochen wurde.
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Marlène Curtis
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Mo Apr 06, 2009 11:17 pm

Marlène sah ihn unberührt an. Das hatte man ihr schon immer gesagt (und es hatte sie schon immer verletzt, es zu hören) - dass sie alles immer nur an sich abperlen ließ und nichts und niemand diese Schale durchbrechen konnte. Klar, es stimmte, sie wollte niemanden in sich haben außer sich selbst. Dabei hatte sie es noch nie wirklich versucht, und dennoch hatte sie Angst davor, verletzt zu werden. Sie wollte nicht, dass andere Menschen Macht über sie hatten, und das würde eine Freundschaft so oder so mit sich bringen. Von der Liebe ganz zu schweigen. Und obwohl sie das wusste, konnte sie nichts daran ändern, weil das etwas war, was sich nicht rational steuern ließ. Du denkst, du verstehst mich?!, wollte sie Jerry ins Gesicht schleudern. Nein. Nein, er kannte sie kein Stückchen. Er wusste nicht, wie es in ihr aussah. Er konnte sie unmöglich lieben. Es war eine Verliebtheit, das glaubte sie ihm, aber nichts, was nicht nach ein oder zwei Wochen vergehen würde. Sie machte ein leises, fast schon unwilliges Geräusch und mied Jerrys Blick dabei. "Nein, ich bereue gar nichts von damals. Ich würds jetzt nicht mehr machen, weil es kindisch war und nur mir geschadet hat, aber ich bereue es nicht.". Klar gab es Dinge, die sie bereute, aber dazu zählten nicht die Punkte, die sie ihm eben aufgezählt hatte. Es war nicht etwas so gewesen, dass sie in einer Schlägerei jemanden festgehalten hatte, damit der von anderen verprügelt werden konnte. Das wäre gegen jegliche Moral gewesen, die sie besaß. Nein, sie bereute kleinere Fehler - jemanden angemotzt zu haben, weil sie schlechte Laune hatte beispielsweise.
Genie und Wahnsinn-? Sie war versucht zu seufzen. "Du bist aber weder ein Genie, noch wahnsinnig, ebenso wie ich. Allein diese Sturköpfigkeit ist das.".
Und dann, schließlich, sagte er genau das, was sie nicht hatte hören wollen. Es hieß, dass eine Entscheidung her musste. Sie musste sich entscheiden. Mit einem Mal war sie nicht mehr wütend, oder was auch immer sie genau gewesen war, sondern nur noch müde.
"Das weiß ich doch, Jerry.". Sie atmete geräuschlos aus. Mittlerweile war ihr kalt geworden und die Sonne wirkte irgendwie blass. Marlène war versucht, einfach aus dem Becken zu gehen, ihre Klamotten zu schnappen und abzuhauen.
Vielleicht sollte sie nach Hause gehen.
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Di Apr 07, 2009 11:29 am

Es erschreckte Jerry, als ihm plötzlich klar wurde, dass sich eine unsichtbare Mauer zwischen Marlène und ihm aufgebaut hatte. Etwas stand plötzlich zwischen ihnen, ein Schatten, etwas, dass er nicht durchdringen konnte. Und auf einmal überkam ihn eine Furcht, Marlène zu verlieren. Er wollte einen Witz darüber machen, dass er doch ein verkanntes Genie war und so die Stimmung aufzulockern, aber das schien ihm mit einem Mal zu banal. Er sah Marlènes verschlossenes Gesicht und ihm war alles egal. Er wollte einzig und allein, dass sie wieder fröhlich war. In einem Anflug von plötzlichem Mut, streckte er seine Hand aus und berührte ihre kalte Wange. Als Marlène nicht sofort seine Hand wegschlug oder sich anderwärtig seiner Nähe entzog, ging er einen Schritt weiter und zog sie in eine etwas verkrüppelte Umarmung, wenn man bedachte, dass er sie beide noch versuchte am Beckenrand zu stützen. Er legte seinen Kopf auf ihre Schulter. "Oh Marlène. Sag mir doch, was ich tun kann, damit du wieder glücklich bist.", flüsterte er in ihr Ohr und war sich der Spur Verzweiflung in seiner Stimme durchaus bewusst. "Ich will, dass du glücklich bist. Und deswegen akzeptiere ich auch, wenn du nicht mit mir zusammen sein willst, wenn du nicht bei mir sein willst. Dann werde ich dich in Ruhe lassen. Aber ich glaube, ich kann nicht akzeptieren, dich in Ruhe zu lassen, nur weil du sagst, dass niemand... oder besser ich nicht mit dir zusammen sein kann! Das kann ich nämlich!" Er löste sich etwas von ihr und zwinkerte ihr zu. Er wollte noch etwas sagen, wie 'Es liegt bei dir.' oder 'Gib uns eine Chance.', aber kein Wort drang mehr über seine Lippen. Stattdessen senkte er diese langsam auf Marlènes und küsste sie hauchzart. Aus Gewohnheit, wollte er beide Arme um sie legen. Er nahm seinen Arm, mit dem er ihnen beide Halt am Beckenrand gegeben hatte und... PLATSCH! Er verlor das Gleichgewicht und Marlène und Jerry kippten zur Seite weg ins Wasser. Als Jerry wieder prustend an die Wasseroberfläche kam, konnte er nicht anders. Er lachte mit einem mal herzhaft, schwamm zum Beckenrand und wartete auf Marlène. Dann stieg er aus dem Becken und hielt Marlène seine Hand hin, um ihr hinaus zu helfen. "Komm, ich glaub, das reicht fürs erste mit dem Rumplantschen."
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Fr Apr 10, 2009 12:20 am

Erst wollte Marlène Jerry von sich schieben, als er sie küsste, auf seine Rede eingehen, ihm irgendetwas erklären und dementieren und sagen, wie blöd ihr das gerade alles vorkam - sie selbst, die Situation, er, einfach alles - aber als sie dann unfreiwillig unter Wasser getaucht wurde, waren alle Sätze und Wörter völlig aus ihrem Kopf verschwunden. Sie hustete, schnappte nach Luft und wollte erst empört gucken, aber als Jerry zu lachen begann, war die düstere Atmosphäre von vorher irgendwie aufgelöst. Sie stimmte mit ein, wenn auch nur leise und mit dem Bewusstsein, dass sie diese Diskussion irgendwann zu Ende führen mussten, und ließ sich von ihm aus dem Wasser helfen. Mittlerweile war ihr wirklich relativ frisch und selbst der sanfte Wind ließ, zusammen mit den Wassertropfen, die ihr noch immer über Arme, Beine und Rücken rannen, eine Gänsehaut auf ihrem Körper entstehen. Sie war ernsthaft froh, als beide wieder an ihrem Lagerplatz angekommen waren und sie sich in ein weiches, frisches Handtuch kuscheln konnte, was den Wind aussperrte. Während sie sich abtrocknete, suchte sie nach einem Thema, was unverfänglich war und trotzdem nicht so tat, als hätte es das Gespräch zuvor nicht gegeben. Das wäre ihr total falsch vorgekommen. Unter den Wimpern hervor musterte sie Jerry, wie er sich ebenfalls etwas trocken rieb, und sie stellte fest, dass sie erleichtert war, weil er sie eben unterbrochen hatte. Wahrscheinlich hätte sie sonst alles kaputt gemacht, so überzeugt, wie sie davon war, dass sie nicht zu ihm passte. Es war doch manchmal sehr viel angenehmer, wenigstens kurzfristig vor bestimmten Dingen wegzulaufen, dachte sie. Obwohl weglaufen etwas war, was sie als schwach erachtete.
Schließlich war sie trocken genug, packte ihr Handtuch weg und setzte sich ziemlich nah vor Jerry. Am liebsten hätte sie ihn jetzt umarmt und mit ihm gekuschelt, aber das war ein ziemlich unästhetischer Gedanke, befand sie; also löste sie bloß die Schleife ihres Bikinioberteils, drehte ihm den nackten Rücken zu und sah ihn über die Schulter fragend an.
"Cremst du mich jetzt ein?".
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Fr Apr 10, 2009 10:03 pm

"Aber mit Vergnügen!", sagte Jerry begeistert und kramte die Sonnencreme hervor. Er öffnete den Verschluss und verteilte etwas von der weißen Lotion auf Marlènes freiem Rücken. Er lächelte vor sich hin, während er die Creme vorsichtig verrieb. Marlène hatte nicht nur Sommersprossen im Gesicht, auch ihr Rücken war vereinzelt mit den kleinen, braunen Flecken gesprenkelt. Gedankenverloren fuhr Jerry über die ein oder andere. Schließlich konnte er nicht mehr so tun, als würde er die Sonnencreme noch verteilen und packte die Tube weg, obwohl er gerne Marlènes Rücken noch weiter gestreichelt hätte. Zum Schluss band er noch Marlènes Bikinioberteil wieder zu. Dann legte er sich neben Marlène auf den Rücken und verschränkte seine Arme unter dem Kopf. Er betrachtete sie. Marlène saß halb im Schatten, halb in der Sonne und auch wenn sich Jerry wiederholte, dachte er, dass sie bezaubernd aussah. Ihre roten Locken schimmerten und über ihre Haut tanzten die Schatten, der sich im Wind bewegenden Blätter. Sie sah immer noch ein bisschen besorgt aus. Jerry wusste nicht, was er sagen sollte. Er konnte ja wohl schlecht irgendwas erzählen, nicht nach diesem ernsten Gespräch vorhin. "Glaubst du wirklich, dass wir nicht zusammen passen?", fragte er leise und riss dabei vereinzelte Grashalme aus, ohne es zu bemerken. Er hatte noch nie darüber nachgedacht, ob sie beide zusammen passten oder nicht. Für ihn war klar gewesen, dass er mit Marlène zusammen sein wollte. Ende. Sie waren vom Charakter her zwar grundverschieden, aber was machte das schon? Gegensätze zogen sich ja an, hieß es doch immer. Wenn er so darüber nachdachte, wusste er nicht mal mehr genau, warum er sich in Marlène verliebt hatte und wann. Sie hatte das gewisse Etwas, einen bestimmten Reiz, der ihn von Anfang an fasziniert hatte. Seit ungefähr einem halben Jahr kannten sie sich. Zunächst waren sie Bekannte, dann Freunde und danach... hatte sich etwas verändert bei ihm. Aber warum wusste er nicht und er hatte sich auch nie groß Gedanken gemacht darüber. Es war einfach so und fertig. Aber Marlène schien die ganze Sache nicht so einfach zu sehen und wenn sie wirklich der Meinung war, sie sollten besser getrennte Wege gehen, würde Jerry das wohl akzeptieren müssen. Aber bis dahin wollte er die kurze Zeit, die er mit Marlène zusammen verbringen durfte, noch genießen.
Jerry lächelte Marlène kurz an und drehte sich dann auf den Bauch. "Übrigens könnte ich auch eine kurze Streicheleinheit vertragen.", sagte er.
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Marlène Curtis
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Do Apr 16, 2009 12:25 am

"Ob ich das wirklich glaube?". Marlène nahm die Sonnencreme in die Hand, ohne es wirklich zu merken, gab einen Klecks davon auf ihre Handflächen und begann damit, Jerrys Schultern einzureiben. Das war eine gute Frage. Ja, sie dachte es wirklich, weil sie der festen Überzeugung war, dass sie ihn nur negativ beeinflussen oder, im schlimmsten Fall, wirklich beschädigen konnte. Aber sie hoffte es natürlich nicht, dafür mochte sie ihn einfach zu gerne. Sie mochte es, mit ihm zu reden oder einfach nur in seiner Gegenwart zu sein. Es gab ihr auf gewisse Weise ein Gefühl von Sicherheit, vielleicht auch Geborgenheit, seine Wärme und seinen Geruch um sich zu spüren, seine Stimme zu hören, einfach zu wissen, dass er da war. Die Tatsache, dass er sie vorhin, als sie ihm gezeigt hatte, wie dreckig und tot sie in Wahrheit war, machte diesen Zwiespalt nicht besser. Sie hatte fest damit gerechnet, dass er sie, die richtige Marlène, niemals annehmen würde, und doch hatte er es getan. Vermutlich hatte er einfach noch nicht verstanden, wie vollkommen unbrauchbar sie als Mensch war. Dennoch ertappte Marlène sich dabei, wie sie inständig hoffte, dass dieser Umstand nie ganz bis zu ihm durchsickern mochte. "Ja und nein, glaube ich.". Sie gab etwas mehr Creme auf seinen Rücken; mittlerweile war sie fast fertig. "Die Wahrheit ist, dass ich es selber nicht weiß.". Sie lachte leise. "Ich vermute, dass ich einfach hoffe, dass es nicht so ist, aber ich glaube es schon irgendwie. Ich meine, schau uns mal an, Jerry. Ernsthaft, was kann eine wie ich einem wie dir denn schon geben außer einer negativen Erfahrung mehr?".
Sie klippte den Verschluss der Tube wieder zu, ließ die Hände aber noch einen Moment lang nachdenklich auf Jerrys warmer Haut, bevor sie sich ebenfalls wieder hinlegte, den Kopf ihn zugedreht und die Fingerspitzen nun auf seiner Schulter.
"Nichts, glaube ich."
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Fr Apr 17, 2009 4:10 pm

Jerry hatte die Augen geschlossen, während Marlène seinen Rücken eincremte. Er genoss es, ihre Finger auf seiner Haut zu spüren. Jerry erwiderte nichts, als Marlène meinte, sie könne ihm nichts, außer negativen Erfahrungen geben. Immer noch hielt er die Augen geschlossen. Er spürte, wie sich Marlène neben ihn legte, während ihre Fingerspitzen auf seiner Schulter verweilten. Am liebsten hätte er gesagt, dass jeder Mensch einmal negative Erfahrungen macht, der eine früher, der andere später und dass der Mensch an Erfahrungen wächst, auch an negativen. Jerry hatte das Gefühl, je mehr er versuchte, Marlène mit Worten zu überzeugen, dass es doch richtig sein konnte, was sie hier hatten, desto mehr sperrte sie sich dagegen. Er seufzte und öffnete die Augen. Er sah sie ihr ins Gesicht und lächelte sie schwach an. „Solang du es nur glaubst und nicht weißt, kann ich damit leben.“ Er rückte näher an sie heran und küsste sie sanft auf die Nasenspitze. Dann drehte er sich wieder auf den Rücken und schloss erneut die Augen. Er überlegte einen Augenblick. „Außerdem ist es ja nicht so, dass ich noch nie schlechte Erfahrungen gemacht hätte.“, sagte er schließlich. Jerry öffnete die Augen und sah grüne Blätter über sich. Die Sonne fiel durch das Blätterdach des Baumes und blendete ihn, sodass er die Augen wieder schloss. So konnte er sich auch besser konzentrieren. Er dachte an ein bestimmtes Ereignis, an dass er schon lange nicht mehr gedacht hatte, geschweige denn davon geredet hatte. Im Gegensatz zu dem, was Marlène in den letzten Jahren erlebt hatte, kam ihm sein Erlebnis zwar weniger spannender oder schockierender vor, aber trotzdem... „Ich hab auch schon mal erfahren, dass die Welt Zähne hat, mit denen sie zu beißt, wann immer sie will. Als ich zehn war starb meine Oma. Sie hat uns Kinder aufgezogen, ich hab sie sehr gern gehabt.“ Jerry war immer leise geworden, während er sprach. Das alles wurde ihm irgendwie immer peinlicher. Er zuckte seufzend mit den Schultern. „Na ja, das ist jetzt vielleicht keine große Sache, im Gegensatz zu dem was du erlebt hast... Ach ja und als ich vierzehn war, wollte ich mal ein Schäferstündchen mit ner Sechstklässlerin aus Ravenclaw. Heißes Gerät.“, sagte er und zwinkerte Marlène zu. „Tja, sie hat abgelehnt. Ich glaub davon hab ich mich nie wieder erholt.“, fügte er lachend hinzu.
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Fr Apr 17, 2009 4:47 pm

Marlène hob eine Augenbraue. "Du armer Kerl", sagte sie auf die Sache mit der Schülerin bezogen, jetzt ein bisschen amüsiert. Aber nur ein ganz kleines bisschen. Gegen ihren Willen natürlich. Sie konnte es sich irgendwie lebhaft vorstellen, was für eine Schülerin das gewesen war - bestimmt eine, die regelmäßig Hausaufgaben machte, sich für überdurchschnittlich begehrenswert hielt und sich nur geschminkt aus dem Zimmer traute. Wahrscheinlich hatte sie braune oder anders dunkle Haare gehabt und vielleicht war sie eines dieser Jahrgangsliebchen, auf die jeder Junge im Laufe seiner Pubertät mal stand. Bei dieser Vorstellung musste sie grinsen.
"Wie war die so?", fragte sie neugierig und sah Jerry süffisant an. Nicht, dass sie von ihm glaube, dass er schlechten Geschmack hatte, es war eher die Vorstellung einer Ravenclawschülerin in der sechsten Klasse an sich, die sie an so ein Mädchen denken ließ. Eines der Mädchen, mit dem sie, ganz nebenbei, absolut nichts anfangen konnte. Wahrscheinlich war die Schülerin damals auch in den Ferien mit ihren Eltern Klamotten kaufen gegangen oder nach Paris geflogen, um dort Urlaub zu machen. Ein Schauer lief ihr über den Rücken, als sie sich das vorstellte und Marlène krauste die Nase.
Zum Thema mit Jerrys Großmutter konnte sie nicht viel sagen. Es schien ihm schwer zu fallen, darüber zu reden, und sie bohrte nicht weiter nach.
Das einzige, was sie sagte, war: "Ich hatte noch nie jemanden, dessen Verlust mir weh tun könnte, weil mir die meisten Menschen um mich herum nichts bedeuten. Manchmal wäre ich froh, wenn meine Mutter sterben würde, glaube ich.". Es war eine nüchterne Vorstellung. Es war nicht so, als hätte sie ihre Mutter mit eigenen Händen töten können - sie war vieles, aber keine Mörderin, das nicht. Marlène wusste, dass sie nicht dazu in der Lage war, jemanden umzubringen. Sie konnte Menschen sehr gut psychisch verletzen, vielleicht auch physisch, obwohl es sie mittlerweile nicht mehr interessierte, jemandem weh zu tun. Früher war das ein Ventil gewesen, aber jetzt benötigte sie das nicht länger. Jemanden vollends auszulöschen war etwas anderes.
Nein, sie könnte Nadine nicht selbst töten, bei allem Hass, den sie gegen sie hegte. Sie würde aber auch nicht trauern, wenn sie krank werden oder sonst wie ableben würde, zumindest vermutete sie das.
Seufzend rollte sie sich auf den Rücken, schloss die Augen, ließ sich die Sonne auf die Haut scheinen und hoffte, dass sie an Bauch, Décolté, Armen und Beinen, die sie selbst nicht eingecremt hatte, keinen Sonnenbrand bekam.
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   So Apr 19, 2009 1:00 am

„Ja, das war schon wirklich ein harter Schlag. Und das in meinem jugendlichen Alter. Ein Korb in der Pubertät kratzt schon am Ego des Mannes.“ Jerry seufzte übertrieben dramatisch. „Wahrscheinlich bin ich jetzt für den Rest meines Lebens geprägt, beziehungsunfähig und alles.“ Er grinste, als Marlène nachhakte und mehr über die Ravenclawschülerin wissen wollte. Er öffnete ein Auge und schielte zu ihr hinüber. „Wie die war? Keine Ahnung.“ Er lachte. „Ich weiß nicht mal mehr, wie sie heißt. Sophie? Nein, das war die aus Hufflepuff...“ Er dachte eine Weile angestrengt nach. „Brittany“, sagte er plötzlich und schnippte mit den Fingern. „Damals wusste ich nicht viel über sie, also vom Charakter her, mein ich jetzt. Jake hat mal über die geschwärmt. Er war glaub ich auch derjenige, der sie gefi... ich meine, der sie bekommen hat.“ Er räusperte sich. „Brittany Coleman, der Männertraum in vielen schlaflosen Nächten. Sie hatte übrigens rote Haare.“ Er drehte sich auf die Seite und stützte seinen Kopf in die Hand. Unwillkürlich ließ er seine Finger durch Marlènes Haare gleiten. „Lange, rote Haare.“, sagte er geistesabwesend. „Aber keine Locken.“ Plötzlich kam ihm ein Gedanke und er sah Marlène schelmisch an. „Gab’s denn schon mal einen Typen in Hogwarts, der dir gefallen hat? Abgesehen von mir natürlich.“
Jerry runzelte die Stirn, als Marlène sagte, dass sie manchmal froh wäre, wenn ihre Mutter sterben würde.
Mein Gott, was muss die ihr nur angetan haben, dass sich sogar fast wünscht, sie würde sterben.
Er schwieg. Dazu konnte er einfach nichts sagen. Schließlich schüttelte er leicht den Kopf. „Jemanden zu verlieren ist ja wohl kaum etwas Erstrebenswertes. So gesehen, bist du vielleicht fast besser dran, als ich.“ Er zuckte mit den Schultern, setzte sich auf und zog eine Wasserflasche aus seinem Rucksack. Er trank in gierigen Schlucken und musste plötzlich an Jake und Jonny denken. Vorletzte Sommerferien hatten sie einen Tag hier gemeinsam verbracht. Ein ziemlich lustiger Tag war das gewesen. Mit Alkohol, Zigaretten, einem Beachball und einer Horde Weiber. Was Jake und Jonny wohl gerade machten? Auf keinen Fall würden die beiden aber darauf kommen, dass er mit Marlène im Schwimmbad war, er konnte es ja selber fast kaum glauben.
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   So Apr 19, 2009 8:45 pm

Marlène lachte, als Jerry den Namen der Schülerin nannte und erzählte, dass sein bester Freund Jake derjenige war, der dann etwas mit ihr gehabt hatte. "Mein armer Schatz.". Sie grinste. "Irgendwie dachte ich mir, dass sie so eine war, auf die alle mal gestanden haben. Ich hätt nur auf braune Haare getippt.". Sie sah ihre eigenen Haare kurz an, als Jerry durch sie hindurchstrich. "Naja, meine sind ja nur gefärbt. Eigentlich bin ich ziemlich hellblond, aber so mag ich sie irgendwie lieber.". Wie lange war es eigentlich her, dass sie wirklich mal naturfarben gewesen war? Sie wusste es gar nicht mehr so genau, konnte es sich aber irgendwie auch nur schlecht vorstellen, jetzt wieder blond zu haben.
In dem Moment fragte Jerry nach Jungen, für die sie sich in Hogwarts interessiert hatte. Sie dachte einen Moment lang nach. Hatte es da mal jemanden gegeben? Hatte sie die anderen Schüler überhaupt stark genug wahr genommen, um sich wirklich für sie zu interessieren? Nein, wahrscheinlich nicht. So oder so war sie noch nie wirklich mit einem Jungen zusammen gewesen wie mit Jerry jetzt.
"Hm", machte sie schließlich, nahm ihm mit einem Lächeln die Wasserflasche ab und trank
ebenfalls einen Schluck daraus, bevor sie wirklich antwortete.
"Nein, ich glaube nicht. Die Leute in Hogwarts haben mich bisher nie so richtig interessiert.".
Der einzige Typ, der ihr jetzt spontan einfiel, war ein Muggeljunge gewesen. Sie hatte nichts für ihn empfunden, aber er war doch irgendwie ein ganz besonderer Freund für sie geworden, auf gewisse Weise.
"Es gab da mal einen Muggel, der war echt cool, aber nur als Freund halt. Wir hatten mal was miteinander, aber das war irgendwie nicht so das Wahre. Aber als Kumpel war er toll.". Sie musste grinsen, als sie an Mosh dachte. Bloß Mosh. Das war nicht sein richtiger Name gewesen, aber alle in ihrem Freundeskreis kannten ihn nur unter diesem Namen. Er hatte erzählt, dass er seiner bescheuerten bibeltreuen Großmutter und seiner langweiligen Halbschwester abgehauen war, als er siebzehn war, und seitdem hatte er wohl mehr oder weniger auf der Straße gewohnt. Mosh war wirklich jeden Tag high gewesen - sie hatte ihn ein einziges Mal ohne Joint getroffen und das war absolut mies gewesen.
Am meisten hatte sie an ihm gemocht, dass er nicht so oberflächlich wie die anderen Teens gewesen war. Mit ihm hatte sie nächtelang über alles mögliche diskutiert, geraucht und sich Filme angeschaut, ohne dass er ihrer und sie seiner überdrüssig geworden wäre.

Marlène seufzte wohlig und unterdrückte ein Gähnen. In der Sonne zu liegen machte angenehm müde.
"Ja, Mosh war schon genial."
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Mo Apr 20, 2009 4:39 pm

Jerry legte den Kopf schief und versuchte sich Marlène mit blonden Haaren vorzustellen. Er wusste nicht so recht, ob blond zu ihr passte. Er hatte das Gefühl, dass blond in Kombination mit ihrer hellen Haut... na ja, nicht unbedingt langweilig, aber auf jeden fall unscheinbarer aussehen würde. Rot passte eindeutig besser zu ihr. Rot wie die Gefahr, rot wie die brodelnde Leidenschaft unter ihrer kühlen Schale. Jerry lachte in Gedanken über sich selbst. Was dachte er nur schon wieder für dummes Zeug. Wahrscheinlich konnte er sich Marlène bloß nicht mit blonden Haaren vorstellen, weil er sie nur mit roten Haaren kannte. "Wieso dachtest du dir schon, dass sie so eine war, auf die jeder mal stand? Vielleicht war sie ja der totale Bücherwurm, in sich gekehrt, mit Brille und allem und nur mit einem wohlgeformten Frauenkörper und Rundungen an den richtigen Stellen gesegnet. Außerdem, seh ich so aus, als ob ich nur auf Sexbomben stehen würde?", fragte er gespielt beleidigt und zog eine Schnute.
Die Tatsache, dass er der einzige Junge von Hogwarts war, der ihr bis dato gefallen hatte, machte ihn unheimlich stolz. Sein zufriedenes Grinsen gefror allerdings etwas, als Marlène von einem Muggeljungen namens Mosh erzählte. Er hob eine Augenbraue, rollte sich zur Seite und baute sich im Vierfüßlerstand* über Marlène auf. Er stützte sich zu beiden Seiten ihres Kopfes mit den Händen ab und grinste sie an. "Echt cool? Genial? Du schwärmst ja förmlich von dem Typen." Er senkte sein Gesicht etwas. Es fehlte nicht viel und er hätte sie erneut geküsst. Aber diesmal wollte er testen, ob sie von sich aus, wieder einen ersten Schritt wagen würde. Wenn nicht, würde es auch nicht so schlimm sein. Wie hieß es doch so schön: selbst ist der Mann. "Muss ich eifersüchtig sein?", fragte er und verharrte weiter in dieser Position. Er hatte Marlène jetzt praktisch eingesperrt. Seine Augen schweiften von ihrem Gesicht, zu ihrem Hals, ihren Schultern und ihrem Schlüsselbein, streiften ihr Bikinioberteil und wanderten dann wieder zu ihren Augen. "Erzähl mal, was war denn so cool an dem? Oder was viel wichtiger ist, was gefällt dir eigentlich an mir?"

[ooc: * tut mir leid, ich wusste nicht, wie ich diese pose beschreiben soll. ich hoffe, du weisst was gemeint ist. Laughing]
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Mo Apr 20, 2009 11:34 pm

Marlène hob lächelnd eine Augenbraue, als Jerry sie so dermaßen in Beschlag nahm. War er eifersüchtig? Da konnte sie ihm wohl nicht helfen.
"Du bist nicht so wie Mosh, Jerry. Mosh war... einfach Mosh. Ich hab nie jemanden getroffen, der ansatzweise so war wie er.". Sie überlegte einen Moment, obwohl Jerrys warmer Atem auf ihrer Haut eine leichte Gänsehaut auslöste und sie ein Schaudern unterdrücken musste. "Er war der realitätsfernste Mensch, den ich kenne. Ohne Joints konnte der Junge absolut nicht überleben, dann stürzte die ganze Realität wie ein Feind auf ihn ein. Ich kannte ihn eigentlich nur high, aber irgendwie hatte ich immer das Gefühl, mich um ihn kümmern zu müssen.". Sie seufzte. "Er war wie aus Glas. Naja. Seine Familie war wohl auch ziemlich übel. Er hat selbst nie darüber geredet, ich kanns nur vermuten, aber zugehört hat er mir immer, wenns mir mies ging.". Abermals schwieg sie einen Moment. Sie hatte eine derart diffizile und besondere Verbindung zu diesem Jungen gehabt, dass es ihr schwer fiel, sie in Worte zu fassen. Sie hatte ihn gebraucht, weil er sie gebraucht hatte, oder so etwas wahrscheinlich.
"Ich weiß eigentlich so gut wie nichts über ihn, er war immer eher so der gut-drauf-Typ. Es war einfach... ich kanns nicht beschreiben.". Hilflos machte sie eine kleine Geste mit der Hand und zuckte die Schultern. "Du dagegen... man kann euch nicht vergleichen. Du bist irgendwie ein bisschen der liebenswerte Trottel", sie grinste, wurde dann aber wieder ernster, "Der sich von nichts, was ich tue, abschrecken lässt. Das ist vielleicht nicht besonders gut für dich, aber ich bewundere es irgendwie, muss ich sagen. Und ich verstehs nicht. Ich kann dir wahrscheinlich erzählen was ich will und du läufst trotzdem blind ins Verderben, hm?". Sie schüttelte ein bisschen mitleidig, ein bisschen bedauernd und ein kleines bisschen ärgerlich den Kopf, bevor sie sich ein wenig streckte und seinen Mundwinkel leicht küsste. Wie beim letzten Mal war es nur eine hauchzarte Berührung, während derer Marlènes Mundwinkel sich plötzlich hoben. Mit einem einzigen Schubser gelang es ihr, Jerrys Balance außer Gefecht zu setzen, und ehe er noch irgendetwas tun konnte, lag er unten und sie saß triumphierend(natürlich nicht mit vollem Gewicht, das wäre ihr zu ruppig vorgekommen) auf seinem Oberkörper. "Siehst du? Blind ins Verderben, sag ich doch. Ich bin Überraschung pur.". Abermals beugte sie sich zu ihm hinab, um ihn zu küssen, jetzt etwas weniger zart.

[oot~ Ja, hab ich schon richtig interpretiert, denke ich Wink Ich hoffe, Marlènes Aktion kommt nicht allzu kindisch rüber x'D]
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Mi Apr 22, 2009 12:47 am

"Keine Macht den Drogen.", kommentierte Jerry trocken, als Marlène erzählte, Mosh wäre ständig high gewesen. Er vertiefte dieses Thema allerdings nicht noch mehr. Er wusste von Marlène, dass sie hin und wieder auch gerne mal irgendwelches Zeug rauchte und sie hatten auch öfter schon darüber diskutiert (Jerry hatte natürlich nicht gewonnen...). In letzter Zeit war es bei ihr da besser geworden und Jerry war unglaublich froh darüber. Drogen waren einfach gefährlich und er machte sich zu viele Sorgen um Marlène, als dass er darüber hinwegsehen könnte. Jerry wusste nicht, ob "der liebenswerte Trottel" nun ein Kompliment war oder nicht und er wollte sich schon aufplustern, als Marlène sagte, er würde blind in ein Verderben rennen (sie war ja wohl kaum als solches zu bezeichnen!), als sie ihn sanft küsste. Völlig überrumpelt konnte er zunächst gar nicht reagieren und hatte auch keine Zeit, sich darüber zu freuen, dass sie von sich aus, einen ersten Schritt getan hatte, da hatte sie ihn mit Schwung in die Rückenlage befördert und sich triumphierend auf seinem Oberkörper platziert. Sie war total leicht. Er spürte ihr Gewicht kaum. Vielleicht auch deswegen nicht, weil er vor lauter Aufregung seine Bauchmuskeln angespannt hatte.
Mein Gott, reiss dich mal zusammen. Das ist doch kein Grund so krass übertriebenes Herzklopfen zu bekommen. Gut, sie sitzt auf dir! Aber jetzt beruhige dich! Mann oder Maus?! Du bist ja schließlich kein Teenie mehr.
Er stützte sich auf seine Unterarme und lachte. „Ja, Überraschung pur bist du wirklich. Aber das, mit dem Verderben, müssen wir noch mal bequatsch...“ Proteste eiskalt abgeschnitten. Aber Jerry stellte fest, dass er so gerne zum Schweigen gebracht wurde. Ohne den Lippenkontakt zu unterbrechen, setzte er sich auf und schlang seine Arme um Marlènes schmalen Körper. Er konnte sie mühelos umfassen. Er drückte sie fest an sich und er spürte alles: ihre weiche Haut, ihre Haare, ihre Brust, wie sie sich hob und senkte, ihre Zunge, ihre Lippen... Er unterbrach den Kuss, aber nicht den Körperkontakt. Er küsste ihre Wange, ihr Kinn und saugte sich schließlich an ihrem Hals fest. Ein Windstoss ließ ihre Haare plötzlich über sein Gesicht wirbeln. Jerry konnte zwar keinen klaren Gedanken fassen, aber die Erkenntnis war trotzdem da: er würde nicht zu lassen, dass Marlène ihm verloren ging. Und dann küsste er sie noch mal.
"Du bist eher Verderben für meine Selbstbeherrschung, als für mich, Marlène."
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Mi Apr 29, 2009 5:45 pm

Marlène lachte auf, als Jerry sagte, dass sie eher Verderben über seine Selbstbeherrschung bringen würde als über ihn selbst.
"Damit kann ich leben, schätze ich.".
Dennoch beschloss sie, ihm ein bisschen mehr Platz zu lassen und kletterte von ihm herunter, rückte aber nicht wirklich von ihm ab, als sie wieder neben ihm saß, so dass sie sich noch immer berührten.
"Man muss es ja nicht übertreiben. Nicht, dass dir hier gleich was peinliches passiert oder so.". Sie warf einen kurzen Blick in die Menge der Menschen um sie herum, die sich sonnten. "Wir sind ja nicht alleine, wie es aussieht.". Ein kurzes Grinsen huschte über ihre Züge.
"Außerdem werd ich deine Selbstbeherrschung wohl noch genug strapazieren, schätze ich mal, muss ja nicht sofort jetzt sein.".
Abermals ließ sie den Blick schweifen. Irgendwie schien es noch voller geworden zu sein als es gewesen war, als Jerry und sie angekommen waren; obwohl das noch gar nicht so lange sein konnte, höchstens zwei Stunden, vermutete sie. Laut ihres Zeitgefühls konnte sie diese Zahl aber locker verdoppeln.
Irgendwie war schon recht viel passiert, seit sie gekommen waren - und an das graue, verregnete London von gestern noch konnte sie sich erst recht kaum noch erinnern. Es schien Jahre zurückzuliegen, dass sie klatschnass auf der Parkbank gesessen und Artemis gestreichelt oder dass sie ihre Mutter zum letzten Mal gesehen hatte. Jedenfalls nicht wie ein Ereignis aus dieser Zeitrechnung.
Sie seufzte und stand auf, um ihre mittlerweile eingeschlafenen Beine ein bisschen zu lockern.
"Hör mal, Jerry", Marlène streckte sich, "Meinst du, die Muggel haben hier Eis? Ich steh nicht so auf Süßes, aber das wär jetzt schon ganz gut, glaube ich.".
Das stimmte. Normalerweise aß sie kaum Süßigkeiten. Hier und da vielleicht mal ein Stückchen Bitterschokolade und wenn sie durch Zufall nach Hogsmeade oder auf einen Weihnachtsmarkt kam, auch schon mal kandierte Früchte; aber ansonsten war Marlène einfach nicht der Typ für klebriges Zuckerzeugs. Sie bevorzugte eher Früchte. Erdbeeren, Kirschen, Litschis, Trauben, all solche Dinge liebte sie.
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Fr Mai 01, 2009 2:12 pm

„Was meinst du denn mit ‚peinlich’?“, fragte Jerry und zog eine Augenbraue hoch. „Das vorhin bei mir in der Küche war ein einmaliger Ausrutscher.“
Das versuch ich mir zumindest einzureden.
„Hormone und so was und direkt nach dem Aufstehen...“, er seufzte und schüttelte zwinkernd seinen Kopf. „Ich bin ja schließlich noch jung! Und Außerdem, wenn wir uns nicht kennen würden und ich dich zufällig irgendwo in einer mehr oder weniger eindeutigen Situation mit einem anderen jungen erwischen würde, fände ich das nicht peinlich. Mein erster Gedanke wär: ‚Was’n Glückskeks.’“ Er lächelte sie an und strich wie zufällig über die nackte Haut an ihrer Hüfte.
Mann, kannst du nicht mal fünf Sekunden deine Griffel bei dir lassen?! Das ist ja erbärmlich...
Glücklicherweise stand Marlène in diesem Moment auf, sonst wären Jerrys Finger, trotz des erhobenen Zeigerfingers seines inneren Moralapostels, weiter auf Wanderschaft gegangen. Er überlegte kurz und wandte den Kopf nach allen Seiten. „Also ich weiß, dass es hier einen Kiosk gibt und ein Eiswagen fährt auch jede Stunde durchs Bad.“ Jerry versuchte sich an irgendwas Markantem zu orientieren.
Also Richtung Schwimmbecken war der Kiosk schon mal nicht, aber am Eingang auch nicht... Ha! Kiosk = Trinken = Durst = Anstrengung = Beachplätze.
„Okay, pass auf, es gibt nen Eisstand bei den Beachplätzen. Da gehst du jetzt den Weg an den Schwimmbädern vorbei.“ Er streckte seine Hand aus und deutete auf die gelbe Rutschbahn, die in der Ferne zu erkennen war. „Und dann kommen irgendwann die Toiletten und an denen musst du dann links vorbei gehen und dann eigentlich immer nur gerade aus. Dann kommst du zu den Sandkästen für große Kinder und der Kiosk ist dann auf der rechten Seite.“ Er kramte in seinem Rucksack herum und zog Kleingeld heraus. „Hier, kauf dir was Schönes.“, sagte er und drückte ihr lachend die Münzen in die Hand. „Glaubst du, du schaffst den Weg alleine?“ Das war eigentlich keine Frage und er zwinkerte ihr auch lächelnd zu. „Dann bleib ich nämlich hier und pass auf unser Zeug auf.“ Er deutete auf das heillose Chaos, dass er verursachte hatte, als er seinen Rucksack umgekippt und seine ganzen Sachen auf der Wiese verstreut hatte, weil er Sonnencreme nicht finden konnte.
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Mo Mai 04, 2009 7:13 pm

Marlène hob eine Augenbraue, nahm das Geld aber stumm an. "Dann bis gleich.".
Der Steinboden rund um die knallblauen Schwimmbecken war warm unter ihren bloßen Fußsohlen, fast schon zu heiß durch die Sonne. Sie wich spritzenden Kindern aus, als sie am Wasserrand vorbei kam, und schlug dann einen Weg in Richtung der Toiletten ein, vorbei an den grauen Stein angrenzenden Rasenflächen und Bänken, auf denen Familien mit Kindern und hauptsächlich Pärchen lagen und saßen und sich zusammen sonnten. Der Weg war nicht wirklich schwer zu finden. An den Toiletten, die in einem einzelnen beige gekachelten Häuschen untergebracht waren, schlug Marlène den linken Weg ein und konnte ein paar Meter weiter bereits die großen Sandfelder erkennen, von denen Jerry gesprochen hatte. Eine Gruppe von Teenies hatte das Erste in Beschlag genommen. Sie schlugen sich gegenseitig einen Ball zu, über ein Netz, was in der Mitte des Feldes aufgespannt worden war, lachten über schlecht gespielte Bälle und feuerten sich gegenseitig an. Das rothaarige Mädchen blieb einen Moment lang stehen und sah ihnen zu. Sie kannte keine Muggelspiele - eigentlich kannte sie kaum irgendwelche Spiele. Vielleicht hätte sie Spaß daran gehabt, hätte sie welche gekonnt - vielleicht auch nicht. Als einer der Jungen auf ihrer Seite des Näetzes sie bemerkte und ihr zurief, ob sie mitspielen wollte, winkte sie bloß lächelnd ab und ging weiter. Nach wenigen Schritten dann kam sie an einen Kiosk (was das war, wusste sie, denn daher bekamen die Muggel ihre Zigarretten). Am liebsten hätte sie sich auch etwas zu Rauchen gekauft, aber dazu hatte Jerry ihr das Geld nicht gegeben. Ein Eis war schon okay.
Seufzend reihte sie sich in die recht lange Schlange aus Menschen davor ein. Klar, im Sommer waren Kioske immer gefragt, vor allem, wenn direkt daneben Sport betrieben werden konnte. Dann musste sie sich eben auf Wartezeiten einstellen.
Irgendwann fing Marlène an, die Leute in der Schlange zu mustern. Gerade war eine junge Frau an der Reihe, die dem quengelnden kleinen Kind an ihrer Hand ein klebrig aussehendes roßa und weißes Eis in die grabschenden Fingerchen drückte und sich selbst ein Pack Marlboro und eine Cola in den Arm klemmte, während sie mit der anderen Hand rasch ein paar der Münzen auf die Ablage des Verkäufers fallen ließ. Danach kamen zwei Mädchen, die aussahen als hätten sie bis gerade eben den selben Sport betrieben, den Marlène eben gesehen hatte - sie hatten Sand an den Beinen und am Hintern, einen kräftigen Sonnenbrand auf dem Rücken und kauften Wasser, soweit sie das beurteilen konnte. Dann Pärchen, Pärchen, Vater mit Sohn, zwei Jungen, die ziemlich nach Sonnenstudio aussahen und dergleichen. Irgendwann war Marlènes Blick bei dem Typen vor ihr angekommen. Irgendwie kam er ihr bekannt vor; sie konnte aber nicht genau sagen, woher. Er war mittelgroß, ungesund blass und dünn und hatte fast schulterlange graubraune Haare.
Sie runzelte die Stirn. Woher kam er ihr bloß so bekannt vor?
Während sie seinen Rücken noch anstarrte und ihr Hirn danach zermarterte, an wen er sie erinnerte, war die Schlange bereits ein gutes Stückchen geschrumpft, sodass der junge Mann vor ihr an die Reihe kam. Er kaufte eine Schachtel Filter für Zigarretten, eine Tüte saurer Gummitierchen und eine Coladose dazu.
"Mosh!", jauchzte Marlène.
Es fiel ihr wie Schuppen von den Augen, als sie seine Stimme hörte. Nur Mosh kaufte Filterpapiere, Cola und saure Gummitierchen zusammen, das tat er immer.
Erstaut drehte sich der junge Mann um und auf seinen Zügen breitete sich ein fettes Grinsen aus, als er sie sah. "Marl!". Ob er ihr in die Arme fiel oder sie ihm, wusste Marlène nicht genau. Auf jeden Fall roch es plötzlich nach Zigarretten und Gras und Fertigpizza und verdammt stark nach Mosh und seine dünnen Haare kitzelten ihren Hals. Sie konnte nicht genau beschreiben, wie sie sich in diesem Moment fühlte, nachdem sie Mosh viel zu lange nicht mehr gesehen hatte. Glücklich? Ja, natürlich. Aufgeregt? Auch ein bisschen. Aber vor allem anderen erleichtert. Erleichtert darüber, dass er noch lebte und nicht eine seltene nüchterne Phase für Suizid genutzt hatte; erleichtert, so als hätte sie einen Teil von sich wiedergefunden. Es hatte wohl Minuten gedauert, bis sie sich wieder losließen, und dann stellten sie fest, dass die Schlange der Wartenden sich selbstständig gemacht und sie ausgeschlossen hatte, so dass sie sich jetzt wieder anstellen hätten müssen. Aber daran dachte Marlène jetzt nicht.
"Alter", war das Erste, was Mosh jetzt von sich gab. Vor Glück strahlend sah er sie an.
"Echt ma, dass ich dich hier treff, hätt ich nich gedacht, Marl. Geil mann! Ich hab dich übel vermisst, mann, wo warstn du?", redete er drauf los. Marlène lächelte ihn ebenso enthusiastisch an wie er sie. Wahrscheinlich war er nur so gut drauf, weil er sich vor ein paar Minuten wieder irgendetwas geraucht hatte, aber das war ihr egal. Er freute sich, sie zu sehen und sie freute sich, dass sofort wieder alles wie früher zwischen ihnen war.
"Ich hab dich auch echt vermisst, Mosh. Gehts dir gut?".
Mosh nickte, immer noch grinsend. "Ja mann. Ey, kennste Wim noch? Ich bin mit dem hier, bisschen chillen und rauchen und so. Dir gehts auch gut, das seh ich schon, ne.".
Marlène kicherte glücklich und nickte. Mosh hatte sich kein Stückchen verändert, ebenso wie die Leute, mit denen er rumhängen zu schien. Wim kannte sie noch ganz gut, er war ein hoffnungsloser Fall, der seit bestimmt sechs Jahren nichts tat außer Playstation mit Mosh zu spielen, zu rauchen und ab und an einen Billibjob in einer Tankstelle oder einem Callcenter anzunehmen, um sich ein bisschen Geld zu besorgen. Eigentlich war er echt okay, aber sie hatte keine Lust, jetzt an Wim zu denken.
"Ich muss mich noch mal anstellen, ich wollt Eis für meinen Freund und mich kaufen.". Sie deutete auf das andere Ende der Schlange und Mosh folgte ihr augenblicklich, als sie losging, um sich erneut anzustellen. "Deinen Freund? Alter, bestimmt einer aus deinem komischen Internatteil da.". Sie gluckste und sah zu, wie ihr Freund sich einen Zigarrette zu drehen begann. "Stimmt schon, ne. Nee, Jerry ist echt okay. Er ist ziemlich... lieb.".
Blauer Qualm stieg neben ihr in die Luft. "Du und n lieber Kerl, Marl? Ich wette, du stellst dir das genauso lustig vor wie ich mir grad.". Auch Mosh schmunzelte. Sie antwortete bloß mit einem Lächeln. Ja ja, Mosh kannte sie.

Es hatte insgesamt bestimmt eine halbe Stunde gedauert, bis sich Marlène, Mosh und das Eis (Erdbeer-Vanille für sie und Nuss für Jerry, weil sie fand, dass es gut zu ihm passte) wieder in Richtung der Liegeflächen aufmachten. Er hatte gesagt, er wolle Jerry kennenlernen und Marlène hatte keine Lust, sich jetzt wieder von ihm zu trennen, zumal sie sich eh auf nichts hätte konzentrieren können, wenn sie gewusst hätte, dass Mosh hier irgendwo war. Also war er mitgekommen, hatte ihr aber versprochen, seine Joints vorerst stecken zu lassen ("Du bist echt verliebt, ne?", hatte er dazu bloß mit hoch erhobenen Augenbrauen gesagt. Sie hatte es unkommentiert gelassen.).
Jerry lag auf dem Bauch und hatte die Augen geschlossen, den Kopf zur Seite gedreht, als sie ankamen. Marlène konnte nicht erkennen, ob er schlief oder nicht; grinsend ließ sie Mosh ihr angebrochenes und Jerrys noch verpacktes Eis halten und beugte sich zu ihm hinab, um ihre eiskalten Lippen leicht auf seinen Nacken zu drücken.
"Hey."
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Jeremy Messy
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Fr Mai 08, 2009 5:17 pm

Nachdem Marlène gegangen war, hatte Jerry versucht ein wenig Ordnung zu schaffen. Er hatte alle ihre Habseligkeiten zusammen gesammelt und wieder in den Rucksack gestopft. Danach hatte er sich im Schneidersitz auf sein Handtuch gesetzt und einige Schlucke Wasser getrunken. Er vermied es an Marlène und ihren "Streit" von vorhin zu denken. Er hatte so ein Gefühl, dass bei ihrer Diskussion das letzte Wort noch nicht gesprochen war. Während er so in der Sonne saß und die Leute um ihn herum beobachtete, überkam ihn eine angenehme Müdigkeit. Wohlig streckte er sich und legte sich dann auf den Bauch, verschränkte die Arme und platzierte seinen Kopf auf ihnen. Er konnte kaum glauben, dass seit der Ankunft von Marlènes Brief erst ein Tag und eine Nacht vergangen waren. Die Zeit floss komischerweise unnatürlich langsam dahin. Das war er nicht gewohnt. Normalerweise hatte er die Erfahrung gemacht, dass schöne Momente im Leben immer recht schnell verstrichen und sich nur die schlechten ewig lange hin zu ziehen schienen. Wenn das mit Marlène immer so sein würde, hatte er absolut nichts dagegen. Er lächelte, wandte den Kopf zu Seite und schloss die Augen. Er musste in eine Art Dämmerzustand verfallen sein, denn plötzlich berührte ihn etwas Kaltes im Nacken und er schreckte auf. Jerry stieß ein merkwürdig glucksendes Geräusch aus, so als hätte er sich verschluckte und wandte sich um. Die Sonne strahlte ihm direkt in die Augen und er musste blinzeln um etwas erkennen zu können. Dann verzog sich sein Mund zu einem breiten Lächeln und er zwirbelte eine rote Strähne um seinen Finger. "Du hast mich schon wieder erschreckt.", sagte er. "Vor dir ist man wirklich nicht sicher." Jerry zwinkerte und legte einen Arm in Marlènes Nacken, zog sie ein wenig zu sich hinunter und gab ihr einen schnellen Kuss. "Mhmm...", machte er und leckte sich über die Lippen. "Erdbeere! Was hast du mir mitgebracht?" Bei diesen Worten fiel sein Blick auf einen dunkelhaarigen, großen Typen, der praktisch neben ihnen stand und sie skeptisch musterte. Jerry zog verwundert eine Augenbraue hoch und überlegte, ob er den Kerl kannte. Er zermarterte sich das Hirn, aber er kam ihm absolut nicht bekannt vor. "Marlène", flüsterte er in ihr Ohr. "Da steht ein Typ und schaut uns an."
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Marlène Curtis
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Fr Mai 15, 2009 10:06 pm

"Nein, sicher bist du vor mir wirklich nicht."
Marlène machte sich sanft von Jerry los und erhob sich wieder, um Mosh mit einer Hand einen Schritt näher zu ziehen. Sie lächelte zufrieden und stellte die beiden einander mit einer kurzen Geste vor.
"Jerry, das ist Mosh, ich hab dir ja von ihm erzählt.". Mosh sah sie mit großen Augen an, als sie das sagte, aber sie grinste nur.
"Mosh, das ist Jerry. Wie gesagt, wir kennen uns aus dem Internat.".
Es war purer Sonnenschein, der in ihrem Magen zu liegen schien, seit sie ihren Freund wiedergetroffen hatte. Sie dachte in diesem Moment überhaupt nicht daran, dass Jerry sich vernachlässigt fühlen könnte; sie war einfach nur zufrieden und ein wenig von sich selbst überrascht, hatte sie doch nicht gedacht, dass sie den jungen Mann so sehr vermissen könnte. Strahlend hockte sie sich neben Jerry.
"Hör mal", sie bemerkte gar nicht, dass sie noch immer in dem Slang sprach, den sie von Mosh gewohnt war,
"Is es okay, wenn er ein bisschen bleibt? Wir haben uns echt lange nich mehr gesehen.". Mosh wartete gar nicht auf eine Einladung oder gar eine Erlaubnis seitens Jerry, sondern setzte sich einfach so neben die beiden und zündete sich eine normale Zigarrette an.
"Jo, willste auch eine?".
Er hielt Jerry die offene Packung hin. Marlène vermutete, dass es sich dabei um Wims handelte, da ihr Freund nur selber drehte. Aber Wörter wie "deins" oder "meins" gab es bei den beiden irgendwie eh nicht, also würde es wohl okay gehen, sich auch eine zu nehmen. Sie wollte schon den Arm ausstrecken, überlegte es sich aber doch anders und hielt sich zurück. Sie hätte sich zwar gerne selbst eine genommen, beschloss allerdings, abzuwarten, ob Jerry überhaupt rauchte oder nicht. Es war garantiert nicht angenehm, als Nichtraucher eine Raucherin zu küssen, vermutete sie.
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Sommerferien (Jerry & Marlène)
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