Hogwarts - The magical school

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Das Frühstück an diesem schönen Samstagmorgen ist gerade vorbei und nun steht es den Schülern frei, nach Hogsmeade zu gehen oder ihre Zeit auf dem Schlossgelände zu verbringen.
 
 
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 Sommerferien (Jerry & Marlène)

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Marlène Curtis
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BeitragThema: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Di Feb 24, 2009 5:51 pm

Marlène seufzte tief und streckte die Beine aus. Sie wusste nicht, wie lange sie schon steif auf der Parkbank gesessen hatte. Neben ihr, auf den vom Regen durchnässten dunkelgrünen Brettern, lag eine klobige Sporttasche mit allem, was sie in der Eile zusammengerafft hatte - ein paar wenige Kleidungsstücke, ihre Zahnbürste, ein wenig Geld, das ihr vielleicht für die nächste Woche reichen würde. Direkt neben der Tasche stand ein kleiner Vogelkäfig mit einer hellwach um sich blickenden Eule darin. Ihr Name war Kottus. Marlène hatte den Vogel mitgenommen, weil sie bereits vermutet hatte, dass sie den ein oder anderen Brief schreiben müsste; wahrscheinlich ärgerte sich ihre Mutter gerade ziemlich darüber, dass ihr ihr Bote fehlte. Auf ihrem Schoß lag ihre Katze Artemis. Mit ihren hellen, durchdringenden Augen starrte sie Marlène an, ohne dabei einen bestimmten Ausdruck zu haben. Das Mädchen strich ihr sanft über die felligen Ohren. "Sorry, Süße", flüsterte sie. "Das war doch nur ne Frage der Zeit. Irgendwann musste das passieren, was?".
Sie versuchte, die letzte Stunde noch einmal Revue passieren zu lassen, während sie auf Artemis Schnurren und das verhaltene Tröpfen des schwachen Regens lauschte.

"Es reicht!! Es reicht endgültig!".
Marlène hörte die hohe, sich fast schon überschlagende Stimme näher kommen. Sie lag mit der Wange auf einem Kissen, eingesunken in die viel zu weichen Federn, die Augen geschlossen und überlegte, ob sie es schaffte, wieder einzuschlafen, wenn ihre Mutter neben ihr stand und schrie. Seit dem Mittag hatte sie sich in ihrem Zimmer verbarrikadiert und einfach nur im Halbschlaf vor sich hingedämmert.
Langsam streckte sie sich, hob den Kopf und blinzelte. Die Fenster waren pechschwarze Rechtecke, die sich vom Fußboden bis zur Decke erstreckten, es war also schon dunkel geworden. Wie lange sie wohl geschlafen hatte?
"Marlène!". Die Stimme von Nadine Alegra Curtis erklang jetzt vor ihrer Tür. Das Holz dämpfte viel zu wenig, wie die Rothaarige bedauernd feststellte. Sie antwortete nicht. Es war ihr schon klar, was ihre Mutter von ihr wollte, diese ausgemergelte, in ihren eigenen verschrobenen Visionen von einem erfüllten Leben völlig gedeihende Furie. Vorwürfe. Vorhaltungen. Beschuldigungen. Wahrscheinlich alles auf einmal. Das Übliche eben. Die Tür flog durch einen Schwall Magie auf und knallte laut gegen den Rahmen. Das Kissen wurde grob weggezerrt.
Marlène setzte sich aufrecht hin, während ihre Mutter den Raum mit einigen Schritten durchquerte und, die Hände in die Hüften gestämmt, vor ihr stehen blieb. "Du warst schon nicht beim Unterricht, du faules Stück!". Sie betrachtete das Gesicht der Frau. Hochwangig, blass, etwas zu distanziert war es; die dunklen Augen sahen beigeisterungslos aus. Ihnen fehlte das gewisse Funkeln, was Menschen normalerweise hatten. Sie waren völlig tot für Marlène.
"Du bist vollkommen unnütz, wenn ich dich nicht verheiraten kann, das weißt du ja wohl.". Marlène schaltete ab. Sie wollte das alles gar nicht hören.
"Aber genau das willst du ja wohl damit erreichen, dass du dich so sperrst.". Nadine kniff die Lippen zusammen und war auf einen Schlag leise geworden. "Ich weiß, was du damit bezwecken willst. Du willst Individualität, rein um mir und deinem Vater zu schaden. Du willst mich ruinieren. Du hasst mich, nicht wahr?". Der schwere Stoff ihres Kleides raschelte, als sie sich zu ihrer Tochter vorbeugte. Schweres Parfüm stieg Marlène in die Nase. "Aber glaub mir, Marlène, du hast gar keine Ahnung, was Abscheu ist. Du hast keine Ahnung, wie sehr ich deinen verqueren Sturkopf verachte. Freidenkerin willst du genannt werden? Emanzipiert willst du sein, was?". Nadine schnaubte abwertend. "Ohne Mann ist eine wie du doch zu nichts fähig. Ich sehe es schon, du wirst einmal als billige Prostituierte enden. Und ich? Ich habe Jahre harter Erziehung und Geld in dich investiert, damit du dich irgendwann einmal als nützlich erweist, und was ist dabei herausgekommen? Eine, die es nicht wert ist, den Namen Curtis zu tragen! Du bist nicht mehr wert als ein Schlammblut oder ein Muggel! Ich wünschte, ich hätte dich nie geboren.". Wie oft hatte ihre Mutter das schon gesagt? Es perlte von Marlène ab wie Wasser von Wachs. Sie fragte sich, ob die Haushälterin Artemis schon gefüttert hatte; hoffentlich hatte sie es nicht wieder vergessen.
Ihre Mutter richtete sich mit kalter Miene wieder auf und die schwere Duftwolke verschwand wieder aus der Nase der Rothaarigen. "Ich weiß, dass du mich hörst. Und ich hoffe bloß, ich habe dir meine Meinung über dich deutlich genug gemacht, du wertloses Ding.".
Oh ja.
Nadine drehte sich erstaunlich gefasst herum und ging zurück zur Tür.
"Oh, bevor ich es vergesse", sie sah noch einmal zurück, durchmaß das Zimmer rasch mit einem Blick,
"Pack deine Sachen. In zehn Minuten bist du hier raus.". Jetzt lauschte Marlène doch auf. Sie hob den Kopf und starrte ihre Mutter ebenso emotionslos an wie die sie. "Was?".
Nadine gab ein hönisches Lachen von sich. "Das ist doch die logische Konsequenz, verstehst du das nicht? Ein unbrauchbares Gerät wirft man weg.". Sie schüttelte den Kopf. "Mir ist es gleich, wohin du verschwindest. Hauptsache weg.".

Marlène seufzte düster. "Keine Sorge, Artemis. Sie kann sagen, was sie will, ich weiß, dass es nicht stimmt. Ich bin nicht nutzlos, hm?". Zutraulich rieb die Katze ihren Kopf an Marlènes Kinn. Während sie die vergangenen Geschehnisse vor sich gesehen hatte, hatte sie überlegt, wohin sie jetzt gehen sollte. Hogwarts war geschlossen, schließlich war es Sommer. In ein Muggelhotel wollte sie nicht gehen, das würde nur Fragen aufwerfen. Draußen schlafen? In einer vornehmen Gegend wie dieser würde die umherpatroullierende Muggelpolizei sie spätestens in einer Stunde in Gewahrsam nehmen.
Ihr fiel nur eine Möglichkeit ein, die sie aber nur höchst unwillig in Betracht zog - Jerry hatte ihr am Weihnachtsball angeboten, dass sie bei ihm übernachten könne. So ärgerlich es ihr auch erschien, sie musste ihn wohl oder übel um Hilfe bitten. Wenigstens für ein oder zwei Tage.
Langsam begann sie, ihm einen kurzen Brief zu schreiben, in dem sie ihm erklärte, was passiert war. Die Bitte, die sie eigentlich hatte formulieren wollen, blieb unausgeschrieben, aber es war wohl offensichtlich - warum sonst sollte sie ihm etwas solches berichten? Mit klammen Fingern öffnete sie den Käfig und band Kottus das Pergament ums Bein.
Jetzt blieb ihr im Prinzip nur noch, abzuwarten und zu hoffen, dass das Tier schnell genug flog.


(Out: Ich hoffe, das war als Ansatz soweit okay. Wenn dir das zu wenig Vorlage ist oder so, änder ich das natürlich noch^^°)


Zuletzt von Marlène Curtis am Di Feb 24, 2009 10:46 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Jeremy Messy
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Di Feb 24, 2009 7:36 pm

Jerry hatte einen, nach seinem Geschmack, ziemlich unangenehmen Vormittag gehabt. Erstens hatte er schlecht geschlafen und war dementsprechend früh aufgewacht. Als er bis um acht Uhr vergeblich versucht hatte, wieder einzuschlafen, resignierte er allerdings und stand auf. Er hatte die Hoffnung, dass ihn ein ausgiebiges Frühstück würde aufmuntern können. Schwungvoll öffnete er die Kühlschranktür und sah… nichts. Gähnende Leere empfing ihn. Verärgert knallte er die Kühlschranktür wieder zu und lehnte sich schmollend an den Küchentresen. Zuerst wachte er so früh auf und jetzt das! Kein Essen im Haus und er verhungerte fast! Konnte es noch schlimmer kommen? Es konnte. Auf dem Küchentisch lag ein kleiner, handgeschriebener Zettel von seiner Mum. Missmutig begann er zu lesen.
Lieber Jerry, wir haben kein Essen mehr (Ach was, dachte er düster), hab gestern keine Zeit zum Einkaufen mehr gehabt. Könntest du das bitte übernehmen? Vielen Dank, bis später, Mum.
Jerry überflog die Liste der Sachen, die seine Mutter ihm aufgeschrieben hatte. Er seufzte. Das sah nach Großeinkauf aus. Er bemerkte, dass seine Mutter am Ende des Zettels noch ein "PS" hinzu gequetscht hatte.
Ich hab dir für nächste Woche einen Termin beim Berufsberater ausgemacht.
Jerry schlug sich kopfschüttelnd mit der Hand an die Stirn. Na toll, ein Termin beim Berufsberater. Wie oft hatte er in den letzten zwei Wochen, in denen er endlich raus aus der Schule war, schon gesagt, dass er keine Lust hatte, gleich mit dem Arbeiten anzufangen? Oft genug jedenfalls. Mit überaus schlechter Laune machte er sich auf den Weg, zum einkaufen. Das nahm einige Stunden in Anspruch. Jerry ging nicht oft einkaufen. Folglich irrte er orientierungslos im Geschäft hin und her und musste sich mühsam alles zusammen suchen. Als es auf dem Heimweg auch noch zu regnen anfing und er völlig durchnässt schließlich die Wohnungstür aufschloss, wollte er den ganzen Kram am liebsten in die Ecke pfeffern. Er hätte es auch tatsächlich gemacht, wenn nicht irgendwo in den Tüten Eier gesteckt hätten. Er war gerade damit beschäftigt, den Kühlschrank wieder zu füllen, als ihn ein leichtes Tippen am Küchenfenster herumfahren lies. Jerry hatte seine Brille nicht auf und auch keine Kontaktlinsen eingesetzt, sodass er nun die Augen zusammenkneifen musste, um zu erkennen, dass draußen auf dem Fensterbrett eine kleine Eule hockte und ungeduldig mit dem Schnabel gegen des Fenster tippte. Verwundert öffnete er das Fenster und der kleine Vogel schwebte auf den Küchentisch.
"Na Kleiner, zu wem gehörst du denn?", fragte Jerry und nahm der Eule den Brief ab. Überrascht stellte er fest, dass der Brief an ihn adressiert war, auch wenn er die Handschrift nicht erkannte. Nachdem er den Zettel entfaltet hatte, huschten seine Augen sofort zur Unterschrift. "Der ist von Marlène!", rief er aus und wusste selber nicht, warum er das laut gesagt hatte. Die Freude und die Überraschung waren wahrscheinlich schuld. Hastig las er den Brief und seine Augen weiteten sich. Er fuhr sich kopfschüttelnd durch seine braunen Haare. Er war völlig fassungslos.
Sie hat's tatsächlich getan... ich glaub's nicht...
Jerry musste nicht lange überlegen, um zu wissen, was er zu tun hatte. Marlène war irgendwo ganz allein in London. Ihre Mutter hatte ihre Drohung wahr gemacht und sie hinaus geworfen. Wäre er nicht so besorgt um Marlène gewesen, hätte er jetzt wahrscheinlich einen Wutanfall gehabt. Jerry schnappte sich einen Regenschirm und sah die kleine Eule an. "Wo ist sie?", fragte er. Er hatte das noch nie ausprobiert, wusste auch nicht, ob so was tatsächlich funktionierte. Er wusste nur, dass jetzt einen Brief schreiben und dann anschließend auf den von Marlène zu warten, ihm viel zu lange dauerte. Die Eule sah ihn einen Moment lang, dann erhob sie sich und flatterte zum Fenster hinaus. Jerry hoffte, dass sie verstanden hatte, was er von ihr wollte. Er schloss das Fenster und verließ das Haus. Draußen sah er sich um und entdeckte die kleine Eule auf der Straßenlaterne der gegenüberliegenden Straßenseite. Offenbar hatte sie ihn auch gesehen, denn sie schuhute und flatterte los. Jerry joggte der Eule hinterher und versuchte sie nicht aus den Augen zu verlieren. Gute zwanzig Minuten leitete ihn das Tier quer durch London. Seine Schuhe waren patschnass und er fragte sich gerade, ob die Eule überhaupt zu Marlène flog, als er sie sah. Augenblicklich schlug sein Herz schneller, aber das konnte auch daran liegen, dass er den ganzen Weg gelaufen war. Endlich hatte er sie gefunden. Marlène saß mitten im Regen auf einer Bank, den Rücken ihm zugewandt. Ihre langen, roten, lockigen Haare, hingen ihr nun glatt über die Schultern. Dieser Anblick machte Jerry so traurig und gleichzeitig so wütend auf ihre Mutter, dass er am liebsten gegen irgendetwas getreten hätte. Er sah, dass sie zitterte. Wie lange saß sie wohl schon auf der Bank? Langsam näherte er sich Marlène. Knapp hinter ihr blieb er schließlich stehen und hielt den Regenschirm über sie. "Hallo Marlène.", sagte er sanft.
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Marlène Curtis
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Di Feb 24, 2009 9:21 pm

Marlène fuhr zusammen und hätte fast Artemis von ihrem Schoß gestoßen, so sehr hatte Jerrys Stimme unmittelbar hinter ihr sie erschreckt. Sie hatte, um ehrlich zu sein, keine Ahnung gehabt, wo er wohnte und ob ire Eule ihn überhaupt gefunden hatte; und sie hatte definitiv nicht damit gerechnet, dass er eine gute halbe Stunde nach dem Abschicken des Briefes plötzlich, wie aus dem Nichts, hinter ihr stehen würde. Sie hatte sich die Zeit des Wartens damit vertrieben, den ark näher zu begutachten; es war ein gepflegtes kleines Stück Grün mitten in ihrem Viertel, mit schönen, im Sommer schattenspendenden Alleen, geharkten Kieswegen und perfekt geschnittenen Rasenflächen. Sie mochte den Park nicht, er zeugte genau von der Art von Ordnung, die ihre Mutter so mochte. Es war einfach nicht natürlich genug, fand sie.
Vorsichtig hob sie die Katze von ihrem Schoß und legte sie neben sich auf die Holzbretter, bevor sie aufstand und Jerry zögerlich anlächelte. Er hatte einen Regenschirm mitgebracht und ihn über ihnen aufgespannt. Das leise Ploppen der Tropfen auf dem Stoff beruhigte sie und mit einem Mal war sie unglaublich erleichtert, ihn zu sehen. "Hey", brachte sie dann langsam hervor und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Sie musste ja super aussehen, schoss es ihr durch den Kopf. Total durchnässt und triefend und noch nicht einmal richtig geschminkt, wie sie war.
"Also...", sie hatte das dringende Gefühl, etwas sagen zu müssen, "Ich bin - naja, erleichtert, dass du da bist.". Okay, das war jetzt peinlich. Hastig räusperte sie sich. Benimm dich wie immer, befahl sie sich. Es ist doch alles wie sonst auch. Du bist nicht durcheinander oder so.
Marlène musterte den Gryffindor. Er sah ein bisschen größer aus als das letzte Mal, dass sie ihn gesehen hatte, aber das musste sie sich wohl einbilden; was allerdings fest stand war die Tatsache, dass er fast genauso tropfte vor Nässe wie sie.
"Du bist ja ganz nass", stellte sie zögernd fest. "Tut mir Leid, vielleicht hätte ich nichts sagen sollen... ich weiß nur nicht, was ich jetzt sonst...". Sie biss sich auf die Zunge. Okay. Am besten redete sie erst einmal gar nicht weiter. Sie schien ja doch ganz schön durch den Wind zu sein, nach all dem Blödsinn, den sie da grade gesagt hatte - so völlig ohne jede Struktur! Ärgerlich auf sich selbst senkte sie den Kopf. Ihr Verstand sagte ihr, dass sie die Entscheidung, ihn tatsächlich um Hilfe zu bitten, bereuen sollte, ganz, wie es sonst ihre Art war; aber die merkwürdige Erleichterung bei seinem Anblick, das Gefühl, doch nicht ganz allein zu sein, sondern jemanden bei sich zu haben, war in dem Moment einfach zu intensiv.
Also zuckte sie nur vielsagend mit den Schultern und hoffte, dass sie nicht allzu wirr auf ihn wirkte.
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Mi Feb 25, 2009 1:38 am

Jerry konnte es fast nicht ertragen, Marlène so zu sehen. Sie stand mit gesenktem Kopf vor ihm. Ihr Gesicht war ganz nass und Jerry wusste nicht, ob es vom Regen kam oder ob sie vielleicht auch geweint hatte. Ohne auf ihre Entschuldigung einzugehen, drückte er sie mit seiner freien Hand an sich und umarmte sie. Er konnte sie immer noch zittern spüren. Wenn er nicht selber so durchnässt gewesen wäre, hätte er ihr seine Jacke gegeben. "Du zitterst ja.", flüsterte er und rieb über ihren Rücken, obwohl sie das wahrscheinlich auch nicht unbedingt aufwärmte. Auch wenn es eine ziemlich ungünstige Situation für eine Umarmung war, genoss Jerry doch Marlènes Nähe in vollen Zügen. Für einen klitzekleinen Moment schloss er die Augen und atmete ihren unverkennbaren Geruch ein.
Schließlich löste er sich von ihr und sah sie lächelnd an. "Ganz ehrlich, wenn deine Mutter jetzt hier wäre, würde ich ihr die ein oder andere unanständige Beleidigung an den Kopf werfen und ihr dabei einen Schlag in die Fresse versetzten.", sagte er ehrlich und blieb dabei erstaunlich ruhig. "Ich hab mich übrigens sehr über deinen Brief gefreut. Okay, deine Situation ist vielleicht nicht zum freuen, aber na ja... ich hab es dir ja angeboten, falls es mal tatsächlich soweit kommen sollte, und ich dachte nicht, dass du mein Angebot annehmen würdest. Und eigentlich haben wir uns ja erst vor zwei Wochen das letzte Mal gesehen, aber ich... hab mich trotzdem gefreut und ich find es toll, dass ich dich jetzt schon wieder sehe." Jerry erklärte sich etwas ungelenk. Er freute sich wirklich Marlène zu sehen. Etwas verlegen wuschelte er sich durch seine Haare. "Aber ich würde vorschlagen, dass wir mal losgehen, damit du aus den nassen Sachen raus kommst.", sagte er dann lächelnd. Er hob Marlènes Tasche von der Bank auf und schwang sie sich über die Schulter. Dabei fiel ihm Marlènes Katze Artemis, auf, die auf der Bank saß und sie beide interessiert musterte. "Hallo Artemis.", sagte er lächelnd und hielt ihr eine Hand zum Schnuppern hin. "Jetzt lernst du endlich meinen Rascal kennen."
Inzwischen hatte es aufgehört zu regnen und Jerry packte den Schirm weg. Während sie die Strasse entlang gingen, sagte er: "Aber jetzt erzähl mal. Warum hat dich deine Mutter rausgeworfen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es tatsächlich an deinen Noten gelegen hat. So viel, wie du gelernt hast für die Prüfungen."
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Marlène Curtis
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Mi Feb 25, 2009 4:58 pm

"Es ist kühl.". Es war ein merkwürdiges Gefühl, von ihm umarmt zu werden. Der letzte Mensch, der das getan hatte, war ihre Halbschwester gewesen - vor ein paar Jahren, als Marlène noch die brave Tochter war und Eve dachte, sie könnten Freundinnen werden. Sie legte ihre Arme nicht um Jerry, das nicht, wich aber auch nicht zurück, sondern stand einfach nur einen Moment still da und spürte seine angenehme Wärme durch seine Jacke sickern. Einmal mehr empfand sie die unglaubliche Erleichterung, die sie auch schon gefühlt hatte, als er aufgetaucht war. Dann ließ er sie wieder los und der Augenblick war verflogen.
Marlène musste unfreiwillig lächeln, als Jerry sagte, dass er ihre Mutter ganz schön malträtieren würde, wäre sie jetzt hier gewesen. "Ich bin froh, dass sie nicht hier ist. Sie hat ein Talent darin, alles und jeden zu verderben.". Mich zum Beispiel. Wahrscheinlich würde Nadine Jerry so abschrecken, dass er sofort wieder umgekehrt wäre, zu sich nach Hause, und sie nie wieder auch nur eines flüchtigen Blickes bedacht hätte. Der Gedanke daran gefiel ihr nicht. Ihre Mutter war nicht besonders Furcht einflößend, wenn man sie zum ersten Mal sah; von ihren kalten, toten Augen vielleicht einmal abgesehen. Sie war weder besonders groß, noch besonders kräftig. Vom Körperbau her hätte Marlène sie wahrscheinlich leicht überwältigen können. Nein, was sie fürchtete, waren die Dinge, die sie über ihre Tochter erzählen könnte, allein deshalb, weil Jerry ein Gryffindor war und weil sie sich gut mit ihm verstand. Jemanden zu mögen passte nicht in das Konzept ihrer Welt.
Sanft nahm sie Artemis in die Arme. Die Katze schmiegte sich maunzend an ihren Hals, als wolle sie sagen, dass sie voll auf Marlènes Seite stand. Dankbar kraulte die Schülerin sie, während sie schweigend neben Jerry durch die nassen Straßen ging. Es war kaum etwas los. Die Menschen harrten noch in den Cafés und Wohnungen aus, in die sie sich vor dem Regenschauer geflüchtet hatten. Sie mochte die Stadt, wenn sie nass und unbelebt war. Die Gerüche wurden intensiver, die Geräusche gedimmter und es gab niemanden, der sie einschränken konnte.
"Naja", begann sie dann irgendwann, "Es lief ja schon länger nicht so gut." Sie machte eine wegwerfende Bewegung, so als sei das nichts. Richtig, es ist nichts. "Sie ist eben wieder mal ausgetickt, weil ich nicht beim Unterricht war, also heute Mittag. Ich hätte französische Konversation gehabt, aber ich bin nicht hingegangen, und das war dann wohl zu viel für sie. Sie meint, ich solle gehen, wohin ich will, hauptsache ich bin nicht mehr in ihrer Nähe und beleidige sie durch meine Existenz.". Sehr gut, ihre Stimme klang wieder gefasster und gleichgültiger als zuvor. Abermals zuckte sie mit den Schultern. "Was solls. Sowas sagt sie immer. Ich mein, ich hatte auch nicht gedacht, dass ich dein Angebot wirklich annehmen würde, und es tut mir echt leid, wenn ich störe. Ich gucke, dass ich in spätestens zwei Tagen wieder weg bin.". Wohin? Das wusste sie nicht. Sie wollte Jerrys Familie nur nicht zur Last fallen, deshalb musste ihr schnell etwas einfallen.
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Mi Feb 25, 2009 9:00 pm

Jerry konnte nur den Kopf über Mrs. Curtis schütteln. Das war doch nicht zu fassen! Wegen so einer Lappalie schmiss sie ihre eigene Tochter raus! Hallo?! Sie hatten gerade mal zwei Wochen Ferien, wer bitteschön wollte da schon wieder etwas lernen?
"Also ich finde, ta mère es bête comme ses pieds.", sagte Jerry und musste lachen. Nicht, dass er Französisch konnte, aber Kim lernte gerade diese Sprache und sie redete in letzter Zeit fast nur noch französisch. Komischerweise war dieser Ausdruck der einzige, der bei ihm hängen geblieben war. Er glaubte, dass es so was ähnliches wie total bescheuert bedeutete. Und das war ja wohl mehr als die Wahrheit. "In den Ferien auch noch Unterricht zu machen, ist ja mal echt fies. Wo bleibt denn da die Erholung? Was genau arbeitet deine Mutter?" Sie blieben an einer roten Ampel stehen und Jerry beobachtete gerade den vorbeiziehenden Verkehr, als Marlène erzählte, dass ihre Mutter gesagt hatte, dass sie sie durch ihre Existenz beleidige. Völlig verstört starrte er Marlène an. "Wie... was... so was sagt deine eigene Mutter zu dir? Das ist doch wirklich... also... da fehlen mir echt die Worte... was soll denn der Mist!" Jerry war äußerst aufgebracht. Wie konnte man nur so was zu seiner eigenen Tochter sagen? Wie konnte man überhaupt so was zu irgendwem sagen?! Er wollte gerade in eine Schimpftirade ausbrechen, als er Marlènes gleichgültigen, fast unbeteiligten Gesichtsausdruck bemerkte. Entweder konnte sie ihre Gefühle dazu sehr gut unterdrücken, oder ihr machte das nichts aus, was Jerry aber nicht glauben konnte. Solche Sachen steckte man nicht einfach so weg. Es machte Jerry irgendwie traurig, zu hören, wie man mit Marlène umging. Er konnte nicht verstehen, dass es Leute gab, wie ihre Mutter, die ihr mit Absicht weh tun wollten. Jerry strich ihr flüchtig mit den Fingern über ihren Handrücken und lächelte sie, wie er hoffte, aufmunternd an. "Wie gut, dass du zu mir gekommen bist, mich beleidigst du nämlich nicht durch deine Existenz, ganz und gar nicht!" Er schüttelte energisch den Kopf. "Und du störst überhaupt nicht, kein Bisschen. Wie schon gesagt, meine Mum wird bestimmt begeistert sein. Wenn es dir zu viel mit ihr wird, musst du es echt sagen, okay? Auch wenn sie es nur gut meint, ist sie oft ziemlich nervtötend." Jerry unterbrach sich für einen Moment und überlegte, ob er jetzt aussprechen sollte, was er gerade dachte. Schließlich entschied er sich dafür, seinen Gedanken auszusprechen. "Du kannst übrigens gerne länger als zwei Tage bleiben, wenn du möchtest. Ich find’s schön, wenn du bei mir bist." Ausgesprochen hörte sich das ziemlich unmännlich an und war ihm doch ganz schön peinlich. Er traute sich nicht, Marlène an zu sehen und kickte stattdessen einen kleinen Stein vor sich her.
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Do Feb 26, 2009 1:01 am

Marlène musterte Jerry einen Moment, dann breitete sich plötzlich ein warmes Gefühl in ihrer Brust aus und sie musste wider Willen kichern.
"Danke. Das ist lieb von dir. Manchmal bist du echt süß, weißt du das?". Sie grinste. Jerry konnte wirklich wie ein Aufputschtrank wirken. Er schaffte es immer wieder, sie ihre schlechte Laune vergessen zu lassen; sie konnte ihm das nicht sagen, aber es bedeutete ihr einiges. Während der vergangenen zwei Wochen hatte sie viel darüber nachgedacht und oft angezweifelt, dass dieser Junge gut für sie war, aber jetzt, wo sie neben ihm durch das verregnete, graue London ging, waren ihre Zweifel wie weggepustet. "Ach, weißt du, ich bin eben ein Querkopf. Ich mache nicht mehr das, was sie sagt, ohne es zu hinterfragen - irgendwann hab ich gemerkt, dass ich mich anstrengen kann, so viel ich will, denn weder sie noch mein Vater werden je dazu in der Lage sein, irgendetwas für mich als Person zu empfinden. Also hab ich angefangen, ihre sorgfältigen Pläne nicht mehr mitzuspielen, und das war wohl in ihren Augen mein Todesurteil.". Sie lächelte mitleidig. "Hab ich dir ja beim Weihnachtsball schon erzählt, dass ich anfangs einige ...dumme Sachen gemacht hab. Seitdem bin ich nichts mehr für sie wert, weil ich den sorgfältig aufgebauten Ruf unserer alten, ehrwürdigen Slytherinfamilie gefährde und sie mich nicht mehr verheiraten kann.". Das hatte doch eine herrlich morbide Ironie in sich, fand Marlène. Der Stammbaum der Curtis' ging bis weit ins Mittelalter zurück, soweit sie wusste, aber für sie war ihre Familie nie etwas gewesen, was als besonders edel zu bezeichnen war. Ihre Eltern mühten sich ab wie Ameisen, um in den feinen Kreisen mit den anderen Anhängern des dunklen Lords zu verkehren. Sie veranstalteten Bälle und Sitzungen, schmiedeten Pläne und intrigierten. Was, fragte sie sich, war daran irgendwie ehrwürdig? Der adelige Blutstatus war ja doch nur eine Maske. Innerlich war ihre Familie bis zur Wurzel verfault wie eine überreife, madige Frucht.
"Was sie arbeitet?". Diese Frage entlockte ihr das nächste Lachen, diesmal ein sarkastisches, kühles Lachen. "Sie spielt die aristokratische Hausherrin. Frauen arbeiten nicht, Marlène, sie heiraten reich und sind ihrem Mann eine gute Frau", machte sie die abgeklärte, nasale Stimme ihrer Mutter nach. "Ehrlich, die Frau lebt im Mittelalter.". Sie machte eine wegwerfende Geste. "Lass uns lieber über was anderes reden. Meine verdorbene Familie ist kein schönes Thema. Am Ende schrecke ich dich noch ab.".
Sie hatte wirklich genug gesagt. Wer wusste schon, wie weit sie Jerry trauen konnte? Plötzlich bereute sie ihren kurzen Gefühlsausbruch. Vielleicht hatten diese paar Sätze ja schon gereicht, um ihn zu vergraulen. Sie hatte auch gar nicht so viel sagen wollen, es war einfach aus ihr herausgeströmt und ehe sie es sich versah, hatte sie schon viel mehr gesagt, als eigentlich beabsichtigt. Seufzend fuhr sie sich durch die mittlerweile ziemlich krausen Haare.
"Sorry. Ich hätte das alles nicht erzählen sollen."
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Do Feb 26, 2009 5:56 pm

Jerry setzte ein breites Lächeln auf, als Marlène meinte, er wäre süß. Eigentlich war er immer der Meinung gewesen, dass Jungs nie als süß zu bezeichnen waren, aber wenn Marlène das sagte... bekam das eine ganze neue Bedeutung und schmeichelte ihm doch irgendwie.
Wenn du jetzt dein Lächeln gesehen hättest, wüsstest du, was wirklich süß ist, Marlène., dachte er, sagte diesmal aber nichts.
Als sie sagte, dass sie den ehrwürdigen Ruf ihrer Familie gefährde und sie somit nicht mehr zu verheiraten sei, grinste Jerry sie frech an. „Darauf würde ich nicht wetten.“ Er schüttelte dann energisch den Kopf. „Du schreckst mich gar nicht ab! Da gehört schon einiges mehr dazu, um mich zu verscheuchen, glaub mir. Ich muss dir leider mitteilen, dass du mich so schnell nicht wieder los wirst.“, sagte er und überhörte auch ihre erneute Entschuldigung.
Inzwischen standen sie vorm Haus der Familie Messy. „Da sind wir.“, informierte er Marlène überflüssigerweise. Es war ein kleines Reihenhaus mit einem ordentlich gepflegten Vorgarten (natürlich von Jerry selber) und einem niedrigen, grün angestrichenen, Lattenzaun. Jerry öffnete die Gartentür und hielt sie Marlène auf, damit sie hindurch gehen konnte. „Nichts Besonderes und eigentlich auch viel zu klein, für eine 6-köpfige Familie. Aber seitdem meine Brüder ausgezogen sind, haben wir wieder mehr Platz.“ Jerry kramte den Haustürschlüssel hervor und schloss auf. Sie standen nun in einem engen Hausflur, dessen Wände mit Familienbildern vollgehängt waren. Jerry lies Marlènes Tasche zu Boden gleiten und nahm ihr die Jacke ab. „Okay, das könnte schwierig werden.“, sagte er dann lachend, als er die überfüllte Garderobe betrachtete. Schließlich fand er doch noch ein Plätzchen für ihre und seine Jacke und führte Marlène dann in die Küche. „Ehem... ja... hier herrscht Chaos. Ich war vorher noch einkaufen, als dein Brief kam.“, sagte er und strich sich durch die braunen Haare. Diese Unordnung war ihm unangenehm. „Ich glaub, ich geb dir als erstes was Trockenes zum Anziehen, oder? Ich weiß nicht, wies dir geht, aber ich bin vorhin in meinen Schuhen geschwommen. Du kannst dich in meinem Zimmer umziehen, wenn du magst.“, sagte er und deutete nach oben. „Falls es dich nicht stört, dass dort auch ein heilloses Durcheinander herrscht.“
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Do Feb 26, 2009 9:19 pm

Marlène sah sich verhalten, aber neugierig um. Das Haus von Jerry und seiner Familie war im Prinzip nichts besonderes; ein gewöhnliches Reihenhaus in London eben. Der Flur war vollgehängt mit Familienbildern; teils schienen sie älteren Ursprungs zu sein, teils waren auch noch relativ neue Exemplare dabei. In dem Haus, was sie mit ihrer Mutter bewohnte, gab es nur düstere alte Porträts, teilweise wirklich noch aus dem Mittelalter übernommen. Die meisten Menschen darauf sahen unfreundlich und teilweise auch lethargisch aus, fand sie immer wieder, und viele von ihnen hatten den selben verdorrten Blick wie Nadine. Überhaupt hatte sie noch nie einen Ort gesehen, der dem Anwesen der Curtis' so unähnlich sah. Selbst Hogwarts, was wirklich nicht so streng und kühl wirkte, hatte doch zumindest den selben Untergeruch nach Zeit. Hier dagegen gab es nichts, was sie als unpersönlich empfunden hätte.
Marlène fragte sich, ob an dieser Wand auch Kinderfotos von Jerry hingen. Kinder an sich interessierten sie kaum; dafür fand sie es immer wieder spannend, zu sehen, wie sehr sich ein Mensch in wenigen Jahren verändern konnte. Aber sie folgte dem Gryffindor weiter in die Küche, bevor sie danach suchen konnte.
"Nein, stört mich nicht.". Sie schüttelte langsam den Kopf. "Ich mag ein bisschen Unordnung. Bei mir zu Hause ist immer alles total überordentlich und steril, das ist doch total unnatürlich.". Es war sehr merkwürdig für sie, hier in einer kleinen gemütlichen Küche zu stehen. Wenn sie recht überlegte, war sie noch nie in einem so kleinen Haus gewesen - aber auch noch nie in einem, was ihr gleich so sympathisch vorkam. Überhaupt hatte sie andere Zauberer immer nur für öffentliche Bälle besucht, aber die waren alle dem ihren sehr ähnlich gewesen, wie ihr auffiel.
Marlène versuchte, alle Details, die sie bemerkte, abzuspeichern. Sie fand es schön hier.
"Ich mag es, glaub ich. Es ist irgendwie... menschlich.". Sie zuckte mit den Schultern, weil sie keine Ahnung hatte, wie sie ihre Gefühle besser hätte beschreiben können, und ließ den Blick noch einmal schweifen. Wie war es wohl, in so einer Umgebung aufzuwachsen? Ein kurzer Blick auf Jerry bestätigte ihr, was sie bereits gedacht hatte. Schön wahrscheinlich. Er hatte ja bereits gesagt, dass sich seine Mutter sehr um ihn und seine Brüder gekümmert hatte.
Schließlich brach sie ihre Erkundung ab und kraulte Artemis noch einmal an Ohr. "Okay, umziehen ist ne gute Idee. Kann ich Artemis hier einfach so laufen lassen, oder soll ich sie lieber nach draußen bringen?".
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Jeremy Messy
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Fr Feb 27, 2009 11:18 pm

Jerry lehnte ihm Türrahmen und beobachtete lächelnd, wie sich Marlène umsah. Irgendwie konnte er immer noch nicht glauben, dass sie tatsächlich hier war. Als sie sich vor zwei Wochen am Bahngleis 9¾ verabschiedet hatten, rechnete er damit, dass sie sich, wenn überhaupt, erst nach einem Monat oder so wieder sehen würden. Problematisch würde es mit etwaigen Treffen so oder so werden, schließlich ging Marlène immer noch zur Schule. Die einzigen Möglichkeiten, sie zu sehen, würden die Wochenenden in Hogsmead sein.
„Aber klar, darf Artemis hier frei herum laufen. Rascal sitzt sicher in seinem Käfig.“, sagte er und deutete auf einen kleinen gelb-grünen Wellensittich, der in einem weißem Käfig auf dem Fensterbrett saß.
„Komm, ich zeig dir mein Zimmer.“, sagte er dann und ging voran. Am Ende des Flurs führte eine schmale Treppe hinauf in den zweiten Stock. Von hier aus gelangte man wiederum in einen engen Flur. „Geradeaus ist das Bad mit Toilette. Auf der rechten Seite das erste Zimmer ist das ehemalige Zimmer von Christopher, jetzt umfunktioniert in eine Abstellkammer.“, sagte Jerry lachend. „Das Zimmer daneben ist das Schlafzimmer meiner Eltern. Auf der linken Seite, gegenüber vom Schlafzimmer, war mal das Zimmer von David. Mein Dad benutzt es jetzt, glaub ich, als Arbeitszimmer. Keine Ahnung, was genau er da drin macht. Manchmal kommen da so komische Explosionsgeräusche raus.“, sagte Jerry und runzelte die Stirn. Er drehte sich um und ging mit Marlène ans andere Ende des Flurs. "Geradeaus war mal mein ehemaliges Zimmer. Voll mini, das Zimmer. Irgendwann kam ich mir wie ne Sardelle da drin vor. Jetzt ist es ein Gästezimmer.“, sagte er und zuckte grinsend mit den Schultern. „Und das“, sagte er und legte die Hand auf die Klinke der Tür auf der rechten Seite, „das ist mein Zimmer.“ Er öffnete die Tür und lies Marlène hinein gehen. Sie standen in einem, für das Haus, relativ geräumigem Zimmer. Zwei große Fenster auf der gegenüberliegenden Seite ließen es hell und freundlich wirken. Das große, aus Eisenstangen, zusammen gebasteltes Bett, beanspruchte den meisten Platz. Die Wände waren weiß gestrichen und größtenteils leer. Jerry hatte keine Bilder in seinem Zimmer. Einzig ein großes Plakat von einem Rockfestival, das er vor einem Jahr besucht hatte, hatte er aufgehängt und eine kleine Ecke mit Erinnerungen an die Schulzeit eingerichtet. Er hatte verschiedene Fotos an die Wand geklebt, einige zeigten ihn mit Jake, seinem besten Freund, oder Cleo, aber auch Drake, Rose und Josh. Er hatte sogar eins zusammen mit Marlène. Es stammte vom Weihnachtsball im letzten Jahr. Ansonsten befanden sich nur noch ein Kleiderschrank und ein kleiner Schreibtisch an Möbeln im Zimmer. Jerry war heilfroh, dass es für seine Verhältnisse, doch einigermaßen aufgeräumt in seinem Zimmer war. Zumindest lagen keine diversen Kleidungsstücke verstreut auf dem Boden. Einzig Pflanzen- und Kräuterkundebücher stapelte er neben seinem Bett auf dem Boden, da er kein Bücherregal besaß. „Tja, das ist es. Ziemlich spartanisch, aber einiges steht auch noch in meinem alten Zimmer. Ich zieh mir nur schnell ein frisches T-Shirt an.“, sagte er und öffnete den Kleiderschrank. Er zog sich sein durchnässtes T-Shirt aus und warf es in seinen alten Zaubertrankkessel, den er zu einem Wäschekorb umfunktioniert hatte. Dann nahm er ein frisches, rotes T-Shirt aus dem Kleiderschrank und zog es an. Komischerweise war es ihm gar nicht peinlich, das vor Marlène zu tun.
„So, ich mach uns mal was zu essen, oder? Ich weiß nicht, wie’s dir geht, aber ich hab mächtig Kohldampf.“, sagte er lächelnd und verließ anschließend das Zimmer.
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Marlène Curtis
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Sa Feb 28, 2009 6:10 pm

"Ist gut.". Marlène lächelte und wartete, bis Jerry gegangen war, bevor sie sich erneut umsah. Das Zimmer wirkte ein bisschen leer; natürlich lagen seine geliebten Kräuterkundebücher herum, wie wohl nicht anders zu erwarten gewesen war. In einer Ecke konnte sie Fotos von seinen Freunden auf Hogwarts ausmachen. Die meisten von ihnen hatte sie zumindest schon einmal gesehen, auch wenn sie sich nicht richtig an ihre Namen erinnern konnte; und auf einem der Fotos war auch sie zu sehen. Es stammte vom Weihnachtsball. Sie sah fast ein wenig scheu in die Kamera; man konnte erkennen, dass sie das plötzliche Foto überrascht hatte. Jerry dagegen lachte. Er hatte einen Arm um sie gelegt und wirkte sehr zufrieden. Marlène ging vor dem Bild in die Hocke, um es genauer zu betrachten. Sie konnte sich gar nicht mehr daran erinnern, dass jemand das Bild von ihnen gemacht hatte, dennoch freute es sie ungemein, dass Jerry es hier, bei all seinen anderen Freunden, hängen hatte. Das hieß, dass sie ihm irgendwie auch wichtig war. Sie sollte ihn vielleicht bitten, ihr auch einen Abzug davon zu geben.
Seufzend stand sie wieder auf und ging zu ihrer Tasche zurück. Umziehen nicht vergessen.
Marlène hatte keine Ahnung, was sie genau eingepackt hatte, als sie abgehauen war - sie hatte ihre Kleiderschrank geöffnet und wahllos Pullover, Shirts und Unterwäsche in die Sporttasche gestopft. Nach einigem Überlegen entschied sie sich schließlich für einen schlichten schwarzen Rock, der ihr bis auf die Knie fiel und einen dunkelblauen Pullover dazu. Es kam ihr so unwirklich vor, hier zu sein, dass sie sich am liebsten irgendwie vergewissert hätte, aber das kam ihr wiederrum zu kindisch vor.
Sie entschied sich stattdessen dafür, ihre restlichen Sachen wieder in die Tasche zu räumen, noch einen Moment lang die Atmosphäre und den Geruch von Jerrys Zimmer auf sich wirken zu lassen und schließlich langsam nach unten zu gehen. Wahrscheinlich war Jerry in der Küche.
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Jeremy Messy
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Sa Feb 28, 2009 9:16 pm

Unten in der Küche räumte Jerry als erstes die restlichen Einkäufe weg. Er hoffte, dass der Joghurt noch gut war. Keine Ahnung, wie lang der ungekühlt haltbar war. Währenddessen fiel ihm Marlènes Katze auf, die mit hin und her schlagendem Schwanz gebannt zu dem kleinen Wellensittich empor schielte. Rascal zwitscherte vergnügt und lies sich nicht weiter stören. Er ging neben Artemis in die Hocke. "Na Kleine, du hast bestimmt auch Hunger." Aber was fraßen Katzen eigentlich? Hoffentlich hatte Marlène Katzenfutter dabei, was er aber bezweifelte. Dunkel konnte er sich daran erinnern, dass Katzen auch gerne Milch tranken. Oder war es Wasser? Mit Wasser konnte man wahrscheinlich am wenigsten was falsch machen. Also füllte er einwenig Wasser in eine Schüssel und wartete gespannt auf Artemis' Reaktion. Die Katze schnupperte misstrauisch an der Schale und sah dann zu ihm hinauf. Er zuckte nur grinsend mit den Schultern.
Abgesehen von der Katzenverköstigung, hatte er ein viel schwerwiegenderes Problem: was schmeckte Marlène? Jerry verfügte leider im Kochen auch nur über sehr begrenzte Fähigkeiten. Gerade, dass er noch einen Salat oder Nudeln zustande brachte. Er entschied, dass Nudeln heute als seine Rettung herhalten mussten; damit lag man eigentlich fast immer richtig. Nachdem die Nudeln im Wassertopf langsam zu köcheln begannen, durchsuchte er die Schränke nach einem Pesto. War ja klar, alles hatte ihm seine Mum aufschrieben, aber nicht, dass er auch Pesto kaufen sollte! Eigentlich kein Wunder, sie machte die Soßen immer selbst. Und trotzdem... jetzt verfluchte er sie dafür. Jeder Haushalt hatte mindestens ein Pesto! Dann würden es halt Schinkennudeln werden, auch nicht schlecht.
Marlène betrat in diesem Moment die Küche und Jerry stellte wiederum fest, dass sie wirklich sehr hübsch war. Ihre Haare waren inzwischen wieder trocken und lockten sich wie gewohnt über ihre Schultern. Sie trug jetzt einen dunkelblauen Pullover und einen schwarzen Rock. Unwillkürlich musste er an den Weihnachtsball denken. Er dachte gerne an diesen Abend. Die Erinnerung daran war so stark, dass er einfach auf Marlène zu ging, ihre Hand nahm und sie eine Drehung vollführen lies. Dann zog er sie nah zu sich heran. Er konnte ihre in die überraschten blauen Augen sehen und fühlte eine ungeahnte Wärme in ihm aufsteigen. "Du siehst hübsch aus.", flüsterte er ihr entgegen und strich ihr eine Haarsträhne aus der Stirn. Jerry konnte Marlène mit solch einer Intensität an seinem Körper spüren, dass es ihm fast den Atem verschlag und sein Herz so schnell pumpte, als wolle es einen Wettkampf gewinnen. Und immer noch konnte er nicht wegsehen...
Hinter ihnen hörte er plötzlich ein lautes Zischen und die Situation war zerstört. Er ließ Marlène los und drehte sich um. Das Nudelwasser war übergelaufen. "Scheisse...", murmelte er und schob den Topf weg, um die Herdplatte abzuwischen. "Ich koch uns übrigens Nudeln. Du magst doch Nudeln, oder? Wir haben leider kein Pesto mehr und, ich glaub, auch sonst keine Soße oder Ketchup. Ich hab mal Schinken dazu getan, damit es nicht so fad ist."
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   So März 01, 2009 12:53 am

"Schon", antwortete Marlène (obwohl sie eigentlich kaum Fleisch aß) und ließ sich auf einem der Küchenstühle nieder, während Jerry das Malheur mit den Nudeln zu beseitigen begann. Ärgerlich verschränkte sie ihre Hände, als sie bemerkte, dass sie leicht zitterten. Prima, jetzt hatte er es geschafft! Er hatte sie doch tatsächlich nervös gemacht. Nicht damit, dass er sie umarmt und ihr einmal mehr gesagt hatte, dass sie hübsch sei; sie hatte keine Probleme damit, anderen Menschen körperlich nahe zu sein und bescheiden war sie schon gar nicht. Nein, es war vielmehr die Art und Weise, auf die er es getan hatte, die sie verunsicherte. Es war fremd, zugleich vertraulich und erschreckend sanft gewesen. Das Gefühl, was jetzt in ihrer Brust zu wühlen begann, paralysierte sie und ließ sie völlig ratlos zurück. Es war so offensichtlich, dass Jerry sie mochte; das hatte sie bereits auf dem Weihnachtsball gemerkt. Sie hätte schon blind und dumm sein müssen, um das nicht mitzubekommen, und Marlène hielt sich nicht für einen Einfaltspinsel. Aber ihre eigene Reaktion darauf schockierte sie mehr, als sie gedacht hatte. Säuerlich hob sie den Blick und sah ihm beim Arbeiten am Herd zu. Offenbar war ihre naive Ader von früher doch noch nicht abgestorben. Sie hatte ernsthaft angefangen, ihm zu vertrauen, ohne es richtig zu merken; jetzt war es wahrscheinlich zu spät, um das wieder rückgängig zu machen. Gut war das wohl für sie beide nicht. Dafür war sie einfach zu realistisch eingestellt. Ein verkorkstes Mädchen wie sie und ein normalerweise extrem lieber Kerl wie Jerry, das war total undenkbar. Bescheuert, geradezu.
Ächzend stützte sie den Kopf in die Hände und schloss die Augen. Die Küche war mittlerweile gefüllt mit dem Geruch nach Schinkennudeln und Marlènes Magen meldete sich leise zu Wort. Sie dachte ihm eine saftige Verwünschung an und sah abermals zu dem jungen Mann hinüber.
"Wo sind eigentlich deine Eltern?". Das war das erste, was ihr spontan eingefallen war und sie hoffentlich auf andere Gedanken bringen würde.
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Jeremy Messy
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Mo März 02, 2009 8:06 pm

Jerry rührte einwenig planlos im Topf herum. Durch diesen kleinen Augenblick gerade mit Marlène hatte er komplett vergessen, wann er die Nudeln ins Wasser getan hatte. Kochten die jetzt schon zehn Minuten oder erst fünf? Er kratzte sich nachdenklich am Kopf und probierte anschließend eine Nudel. Sie schienen schon durch zu sein. Also holte er Teller, Besteck und Gläser hervor und deckte den Tisch. „Meine Eltern sind beide in der Arbeit.“, beantwortete er dann Marlènes Frage. „Meine Mum kommt erst um drei oder halb vier heim und mein Dad arbeitet meistens bis sechs Uhr abends. Manchmal auch länger.“ Er öffnete den Kühlschrank und stellte fest, dass sie an Getränken nur Wasser und Apfelsaft da hatten. „Was magst du trinken, Marlène? Du hast die Wahl zwischen nem langweiligen Wasser und Apfelsaft oder beides zusammen?“, fragte er lachend und zog die beiden Flaschen heraus. Dann nahm der den Topf vom Herd und verteilte die Nudeln auf ihre Teller. „Also dann, guten Appetit.“, sagte er und lächelte sie an. Dabei fiel ihm ihr Gesichtsausdruck auf. Sie schaute gerade nicht sehr glücklich. Wahrscheinlich dachte sie an ihre Situation daheim. Verständlich, er wüsste nicht, wie er drauf wäre, wenn man ihn einfach vor die Tür setzten würde. Er konnte sich ja jetzt schon nur schwer vorstellen, dass er irgendwann alleine wohnen musste. Aber er war achtzehn und schon volljährig, sowohl in der Zaubererwelt, als auch in der Muggelwelt, und Marlène war erst sechzehn! So oder so, das konnte einfach nicht, sein, dass man sein eigenes und dazu noch minderjähriges Kind einfach vor die Tür setzte. Aber vielleicht mochte Marlène auch einfach nur keinen Schinken und sagte bloß nichts.
„Was ist los? Du schaust so grummelig.“, fragte er Marlène. Diese Stille in der Küche war Jerry irgendwie unangenehm, fast erdrückend. Vielleicht würde Musik einwenig helfen. Er sah sich um. Natürlich war sein Zauberstab nicht in Reichweite. Allerdings entdeckte er die Fernbedienung auf dem Küchentresen. Er lehnte sich mit seinem Stuhl nach hinten und angelte nach ihr. Ein Knopfdruck und das Radio besorgte den Rest. Sie hörten irgendeinen Musiksender. Das war auf jeden fall besser, als diese Stille.


Zuletzt von Jeremy Messy am Mo März 02, 2009 11:38 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Mo März 02, 2009 11:03 pm

Marlène seufzte als Reaktion bloß leise und schüttelte leicht den Kopf. Mit einem Mal war die Küche bedrückend geworden und sie sehnte sich geradezu nach dem kalten Regen auf der Haut und Artemis als ihrer eigenen Gesellschaft. Hoffentlich, hoffentlich würde das jetzt nicht für immer so sein - dass sie sich in Jerrys Gegenwart derartig unwohl fühlte, weil sie mit sich selbst im Zwist lag. Sie antwortete nicht und machte auch nicht den Versuch, es so aussehen zu lassen, als würde da noch etwas kommen. Das war etwas, was sie weder erklären konnte, noch wollte.
Die Stille hallte dumpf in ihren Ohren wider, bis der Braunhaarige eine Fernbedienung - sie nahm an, dass es sich um eine Fernbedienung handelte; in Muggelkunde hatte sie einmal ein ähnliches Objekt gesehen - nahm und irgendwelche Musik anstellte. Sie war dankbar für die Unterbrechung. Wenn sie einfach nur aß und sich auf den Songtext zu konzentrieren versuchte, konnte sie ihre misslichen Gedanken vielleicht zur Seite schieben. "Ich hab nur Hunger", rang sie sich schließlich zu einer schlechten Ausrede durch und nahm die Gabel in die Hand. Zum Glück zitterten ihre Finger jetzt nicht mehr. Es war ihr klar, dass Jerry sehen musste, dass es eine Lüge war - zumindest war das nicht der Grund, aus dem sie plötzlich so niedergeschlagen war. Aber er würde kaum anders sein als der Rest der Gesellschaft. Wenn jemand vorgab, dass etwas so und so war, dann ließ man ihm seine Version der Geschichte, gab vielleicht einen mitfühlenden oder, je nach Bedarf, zustimmenden Laut von sich und das war dann das Ende des Liedes. Marlène lächelte ihm zu - wobei sie ihn nicht wirklich ansah - meinte so enthusiastisch wie möglich "Guten Appetit" und spießte die erste der Nudeln auf.
Sie war wohl doch hungriger, als sie gedacht hatte, denn sie schmeckte beim ersten Bissen kaum etwas und verbrannte sich bloß die Zunge. Trotzdem aß sie ungerührt weiter und achtete dabei auf den Text des Liedes, welches gerade lief.
"Where you gonna go?
Where you gonna sleep tonight?
", sang die Frau gerade. Marlène kräuselte die Lippen. Was für eine Ironie. Mal wieder. Hätte sie an einen Gott geglaubt, so hätte sie vermutlich gedacht, er habe es auf sie abgesehen.
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Di März 03, 2009 8:44 pm

Jerry legte den Kopf schief und sah Marlène nachdenklich an. Er konnte sich nicht vorstellen, dass sie „nur Hunger“ hatte. Er traute sich aber auch nicht, noch weiter nach zu fragen. Sie würde schon erzählen, was sie wirklich bedrückte, wenn sie es wollte oder bereit dazu war. Ihr Anblick machte ihn selber auch irgendwie niedergeschlagen, denn offenbar konnte er sie nicht aufheitern. Er stocherte lustlos in seinen Nudeln herum. Sie schmeckten langweilig. Ohne Soße waren Nudeln einfach fad. „Nudeln ohne Soße schmecken mir eigentlich gar nicht.“, sprach er seinen Gedanken aus. Na ja, der Hunger treibt’s nei., dachte er.
„Hast du eigentlich schon deine ZAG-Ergebnisse, Marlène? Die müssten ja demnächst irgendwann ankommen, oder? Weiß schon gar nicht mehr, wann ich meine ZAG-Ergebnisse bekommen habe. Ich weiß nur noch, dass sie nicht besonders berauschend waren. Ungefähr so, wie meine UTZ-Ergebnisse.“, fügte er noch hinzu und sein Blick verfinsterte sich. Noten waren Jerry eigentlich nicht unbedingt so wichtig, aber für die Abschlussprüfungen hatte er sich wirklich reingehängt und trotzdem nur mittelmäßige Ergebnisse erzielt. „Ich hab nur ein Ohnegleichen, nur eins!“, schimpfte er. „In Kräuterkunde, aber da hätt ich einen Aufstand gemacht, wenn's keins geworden wäre. Aber trotzdem, nur ein Ohnegleichen ist schon wirklich schwach. Und auch nur zwei Erwartungen übertroffen, in Verteidigung gegen die dunklen Künste und Zauberkunst. Ansonsten alles As. Und ein Mies in Geschichte der Zauberei. Sogar in Zaubertränke und Wahrsagen war ich besser!“ Er schüttelte den Kopf über sich. Als er die Ergebnisse bekommen hatte, konnte er die Benotung zu erst gar nicht glauben. Trotz harter Lernerei hatte er nur ein mittelprächtiges Zeugnis zusammen gebracht. Damit konnte er sich doch nirgends sehen lassen. „Bei den Noten hätte ich mir die Büffelei auch schenken können, die hätt ich auch ohne lernen und mit weniger Stress zustande gebracht. Mal ehrlich, was soll ich denn mit so einem Abschlusszeugnis anfangen? Damit kann ich doch nix werden!“ Er spießte ziemlich brutal eine Nudel auf. Die musste jetzt seiner Aggression stand halten. Gedankenverloren betrachtete er sie. „Na ja, was soll’s.“, sagte er dann. „Ich geh eh weg von hier. Hast du schon deine UTZ-Kurse gewählt, Marlène?“
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Fr März 06, 2009 4:40 pm

"Nein. Ich weiß irgendwie auch gar nicht, was ich da nehmen soll", griff Marlène das neue Thema dankbar auf. Sie war mies, verdammt noch mal - Jerry hier auch noch die Laune zu verderben war unfair und egoistisch von ihr. Sie seufzte leise und aß einen
weiteren Bissen.
"Hör mal - tut mir Leid, wenn ich hier die Laune verderbe. Ich hätte echt nicht kommen sollen. Ich bin halt jemand, der alles nur schlimmer machen kann.". Düster stimmte sie sich in Gedanken zu. Das Schlimmste war vielleicht, dass sie sich nicht einmal bemitleiden konnte. Dafür war sie einfach nicht der Typ. Stattdessen machte sie sich ewig Vorwürfe, wenn es mal die Gelegenheit dazu gab. Es geschah zwar selten, dass Marlène sich wegen irgendetwas schuldig fühlte, aber wenn, dann überrollte es sie wie eine Welle und nahm sie förmlich gefangen. Verdammt noch mal, das war aber auch alles zu ärgerlich. Es reichte! Sie hatte zwar Recht, aber das musste sie eigentlich nicht laut aussprechen.
Schweigend aß sie zu Ende und brachte dann ein kleines Lächeln zustande, als sie die Gabel zur Seite legte. "Hey, ich hab mich gefragt, ob es okay wäre, wenn du mir mal richtig Fliegen beibringst. Ich fand das letztes Mal schön.". Sie warf einen raschen Blick nach draußen. Es dämmerte schon, aber wenigstens mittlerweder Regile en hatte aufgehört. Wahrscheinlich waren das keine optimalen Flugbedingungen. Sie kannte sich damit ja nicht aus, aber rein von der Logik her war es nicht besonders gut, im Dunkeln eine erste Trainingsstunde einzulegen. Ihr Blick kehrte wieder zu Jerry zurück und sie sah ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an, teils fragend, teils auffordernd.
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Fr März 06, 2009 6:26 pm

Jerry lächelte Marlène breit an und schüttelte gleichzeitig den Kopf. "Was redest du denn da?" Er legte seine Hand auf ihre und drückte sie leicht. "Hey, ich bin doch froh, dass du da bist. Und es stimmt ja wohl überhaupt nicht, dass du alles schlimmer machst. Wenn du bei mir bist, fühl ich mich zum Beispiel besser." Letzteres hatte er ziemlich genuschelt. Er spürte, wie er rot anlief und schob sich schnell eine gute Portion Nudeln in den Mund. Er schielte in Marlènes Richtung. Er würde zu gern wissen, was sie von ihnen beiden hielt und von dieser ganzen Sache. Jerry glaubt, dass sie inzwischen mitbekommen haben musste, wie er dazu stand. Aber er hatte keine Ahnung was sie betraf. Manchmal blitzte da etwas durch, manchmal gab sie mehr von sich preis und Jerry hatte das Gefühl, immer wenn sie das machte, besann sie sich wieder und verschloss sich noch mehr.
Kein Wunder, dass es ihr schwer fällt Gefühle zu zeigen, wenn man ihr ständig eingebläut hat, dass sie nichts wert ist und sie niemals geliebt wurde.
Er wollte Marlène zeigen, dass das alles nichts stimmte, was man ihr eingetrichtert hatte. Er wusste, dass es zumindest einen Menschen gab, der sie sehr schätzte und so was wie Liebe für sie fühlte.
Ihre Frage riss ihn förmlich aus den Gedanken. Er strahlte sie an. Die Idee war großartig. Und er freute sich noch mehr darüber, dass es Marlène das Letzte anscheinend so gut gefallen hatte. "Natürlich, sehr gerne! Und praktischerweise wird es gerade dunkel. Ich hol nur schnell die Besen von oben." Er räumte in Windeseile die Teller weg und lies sie achtlos in die Spülen fallen. Das hatte Zeit bis später. Seinen Nimbus 2001 hatte er schnell gefunden. Sein alter Komet 260 war schwerer zu finden. Er durchforstete die Abstellkammer, schmiss Eimer und Kisten hinaus, aber der Besen war unauffindbar.
Komm schon, denk, denk, denk! Wo hab ich das blöde Ding noch mal hingetan?
Vielleicht hatte seine Mum ihn auch schon weggeschmissen? Nein, so was würde sie nicht tun, Jerry würde ausflippen. Frustriert tigerte er auf dem engen Flur hin und her und überlegte fieberhaft, wo sein alter Besen stecken konnte. Er wollte Marlène auch nicht zu lange unten warten lassen. Sie langweilte sich bestimmt... Langeweile war das Stichwort! Jerry war wieder eingefallen, wo er seinen Komet deponierte: in seinem alten Kinderzimmer, das jetzt ein Gästezimmer war. In diesem Zimmer standen auch ein alter Fernseher und eine Muggelspielkonsole. Nick und er hatten früher auf dem Teil gezockt, wenn ihnen beiden langweilig war. Schnell hatte er den Besen entdeckt, feinsäuberlich verpackt in einer Besentasche hinter der Tür.
Als er in die Küche zurückkehrte, hielt er stolz die beiden Besen hoch. "Tut mir leid, dass es so lange gedauert hat. Immer wenn ich was aufräume, find ich es danach nicht mehr." Sie zogen sich an und Jerry sagte: "Ich würde vorschlagen, dass wir nicht in der Stadt fliegen. Ich kenn ein abgelegenes Waldstück ein bisschen außerhalb von London. Die Frage ist, wie wir da hinkommen. Bist du schon mal Seit-an-Seit-appariert? Wenn nicht, ist das auch kein Problem. Wichtig ist nur, dass du dich gut an mir festhältst, sonst könntest du eventuell verloren gehen und das will ich ganz und gar nicht.", sagte er mit einem Lächeln und sah ihr fest in die Augen. Er zog sie ganz nah an sich heran und schlang einen Arm um ihren Rücken. "Keine Angst, ich hab das schon mal gemacht. Es ist nur ein ziemlich unangenehmes Gefühl, wie als würde man durch einen kleinen Schlauch gepresst!" Er lachte und strich ihr zart übers Gesicht. Sie war ihm wieder so nah, dass er es kaum aushielt. Mühevoll riss er sich von ihrem Anblick los und dachte fest an ihren Zielort. Er machte eine Handbewegung mit dem Zauberstab und spürte sogleich, wie ihm die Luft aus den Lungen gepresst wurde. Sie waren unterwegs...
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Sa März 07, 2009 9:47 pm

Apparieren war wohl eine weitere Verlängerung auf Marlènes Liste der Dinge wert, die sie nie im Leben können wollte. Es war wirklich so, wie es ihr Begleiter bereits vorrausgesagt hatte - als würde sie in einem Schlauch gepresst. Ihre Lunge war mit einem Mal völlig leer, aber nach Luft schnappen konnte sie nicht, denn irgendetwas verhinderte jede noch so kleine Bewegung; ihr Körper fühlte sich ziemlich kompensiert an, als hätte sie jemand in eine viel zu kleine Dose gestopft und sich dabei auch noch redlich beeilt. Das Einzige, was sie davon abhielt in völlige Panik zu verfallen, war die Tatsache, dass sie Jerrys Arm noch immer fest um sich geschlungen spürte. Sie glaubte zu merken, dass seine Haut warm war, das beruhigte sie zumindest soweit, dass sie still hielt.
Sie hatte für die paar Sekunden - oder Minuten? Stunden? Gar Monate? -, die sich beide zwischen Ausgangspunkt und Endpunkt bewegten, jeglichen Orientierungs- und Zeitsinn verloren und als sie die Augen wieder öffnen konnte, war sie äußerst überrascht, sich in fast vollkommener Finsternis wiederzufinden. Natürlich kam ihr ihre neue Umgebung nur so überaus dunkel vor, weil sie bis eben noch in einer hellen Küche gesessen hatte. Ihre Augen brauchten einfach einen Moment, um sich an die veränderten Lichtverhältnisse zu gewöhnen, aber sie registrierte trotzdem das leise Rascheln von Blättern um sie herum, und auch Jerrys Arm war noch immer dort, wo er zuletzt gewesen war - nämlich um ihre Schultern gelegt. Dennoch machte Marlène keinerlei Anstalten, sich von ihm wegzubewegen. Obwohl sie das merkwürdig vertraute Gefühl verunsicherte, welches sie seit Kurzem offenbar in seiner Gegenwart empfand, merkte sie, dass sie eben jene mehr genoss, als sie zuzugeben bereit war.
Dennoch fragte sie leise, sobald ihr die Dunkelheit vertrauter geworden war: "Meinst du nicht, dass ich gegen einen Baum fliegen werd und mir irgendwas breche oder so?".
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   So März 08, 2009 1:57 am

Jerry musste einige Male blinzeln, um in der Dunkelheit richtig sehen zu können. Erstaunlich, dass selbst im Sommer die Sonne so schnell verschwinden konnte. Er atmete die frische Luft ein. Er war gern hier draußen, weit weg vom Gestank der Großstadt. Früher war er oft mit seinen Brüdern hergekommen. Gleich in der Nähe gab es auch einen kleinen See, in dem sie baden gewesen waren oder geangelt hatten. Ein richtiges kleines Idyll hatten sie hier entdeckt. Jetzt, da die Dunkelheit hereinbrach, wurde es auch um einiges kühler. Instinktiv verstärkte er den Druck seines Armes auf Marlènes Schulter. Er hätte ewig so stehen bleiben können, mit ihr in den Armen. Und er hätte sie vor allem ewig bestaunen können. Ihre roten Haare hoben sich deutlich von der dämmrig, gräulichen Umgebung ab und ihr blasses Gesicht schien zu schimmern. Auch wenn Jerry gerade keine Brille trug und auch seine Kontaktlinsen nicht eingesetzt hatte, konnte er jede einzelne Sommersprosse auf ihrer Nase und ihren Wangen erkennen, so nah standen sie sich. Er musste nur sein Gesicht ein wenig senken, und... Sein Herz raste wie wild. Marlènes bloße Nähe verwirrte ihn total und schien sein Denken komplett lahm zu legen. Dementsprechend lange hatte es auch gedauert, bis er schließlich auf ihre Frage reagieren konnte. Er räusperte sich. „Wir sind an den Rand des Waldes appariert. Hier stehen zum Glück nicht so viele Bäume.“ Seine Stimme hörte sich merkwürdig rau an. Er nahm seinen Arm von ihrer Schulter und vermisste sogleich die Wärme ihres Körpers. Er entfernte sich einige Schritte von ihr und streckte sich. Apparieren hielt er persönlich für die unbequemste Art zu reisen. Danach hatte man immer steife Glieder. Jerry schwang sich auf seinen Nimbus 2001 und stieg einen halben Meter in die Luft. „Ich schau mich mal kurz um, ob wir auch alleine sind. Nicht, dass irgendwelche Muggel in der Nähe sind, das wäre eher ungünstig.“ Rasch gewann er an Höhe und fühlte pure Glückseligkeit, als der Wind durch seine Haare fuhr. Er umkreiste ein kleines Gebiet des Waldes und hielt nach allem Aschau, was sich bewegte. Konnte sein, dass es an seinem eingeschränkte Sehvermögen lag, aber er entdeckte keine Menschenseele. Zufrieden kehrte er zu Marlène zurück und landete sanft neben ihr. „Alles klar, keiner da, der uns stört.“, sagte er und grinste sie an. Jerry reichte ihr den Komet 260. „Weißt du noch, wie Starten und Landen funktioniert?“
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Marlène Curtis
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   So März 08, 2009 1:34 pm

"Klar.". Marlène nickte und nahm den Besen, den er ihr reichte, in beide Hände. Das Holz war kühl und es fühlte sich poliert an, so als wäre er oft benutzt worden. "Ist das dein alter Besen?", fragte sie neugierig, bevor sie das eine Bein darüber schwang und leicht in die Knie ging. In die Knie gehen, leicht abfedern und zum Landen den Besen nach unten neigen, rief sie sich rasch ins Gedächnis. Die letzte "Flugstunde", die sie von Jerry bekommen hatte, lag zwar schon recht lange zurück - sie war irgendwann vor Weihnachten gewesen, soweit sie sich richtig erinnerte - aber nichts desto trotz waren ihr die Grundregeln noch im Gedächnis haften geblieben. Ein wenig unsicher fühlte sie sich schon, aber sie verdrängte den Gedanken an den möglicherweise tiefen Fall, den es geben könnte, wenn sie nicht aufpasste, und rief sich stattdessen das unglaubliche Gefühl der Freiheit in den Kopf, welches sie damals empfunden hatte. Sie federte leicht auf dem von Gras bewachsenen Waldboden, stieß sich dann leicht ab (wohl mit geschlossenen Augen) und als sie wieder auf sah, schwebte sie ein oder zwei Meter über dem Flecken, auf dem sie eben noch gestanden hatte. Neben ihr waren jetzt die wenigen Baumkronen. Sie hätte nur die Hand ausstrecken zu brauchen, um sie zu berühren, widerstand dem Drang dazu aber, weil sie fürchtete, sonst wirklich von dem dünnen Besenstiel zu fallen. Denk nicht so einen Blödsinn, Marlène, sagte sie sich selbst streng, Glaubst du etwa, Jerry würde dich ernsthaft fallen lassen?
Nein, eigentlich glaubte sie das nicht. Sie war sich im Prinzip sogar ziemlich sicher, dass er das niemals tun würde - er war zu lieb für soetwas und wahrscheinlich auch zu verrückt nach ihr. Der Gedanke entlockte ihr ein unfreiwilliges Grinsen.
Sie dämpfte es bewusst auf ein Schmunzeln und blieb in der Luft stehen wo sie war, um auf ihren Begleiter zu warten.
"Wohin fliegen wir denn, Monsieur?".
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Jeremy Messy
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   So März 08, 2009 9:08 pm

Lächelnd sah Jerry mit an, wie Marlène empor stieg. Sie hielt sich gar nicht schlecht, wenn man bedachte, dass ihre erste Flugstunde mehr als ein halbes Jahr her war. „Ja, das ist mein alter, treuer Komet 260. Auf dem bist du absolut sicher.“ Er stieß sich nun seinerseits vom Boden ab und war wenige Sekundenbruchteile später in der Luft, neben Marlène. Die Nacht war ungewöhnlich schnell hereingebrochen. Die einzige Lichtquelle hier draußen war nun der Mond. Glücklicherweise hatten sich alle Wolken verzogen, sodass sie trotzdem gut sehen konnten. Jerry freute sich, als Marlène ihn mit Monsieur ansprach und wuchs innerliche um ein paar Zentimeter. „Wohin Sie möchten, Madam.“, sagte er. „Leider gibt's hier nicht so viel zu sehen, außer... hier in der Nähe liegt ein kleiner See. Wenn ich bloß wüsste, wo wir sind.“, nuschelte er dann zu sich selbst und drehte sich in der Luft. „Okay... der Mond ist gerade aufgegangen, also sind wir jetzt im Westen...“, murmelte er nachdenklich vor sich hin. "... also müssen wir in diese Richtung.“, sagte er schließlich laut und deutete nach rechts. Und dann flogen sie los. Jerrys Glück war perfekt. Er flog zusammen mit Marlène! Übermütig ging er in einen Sinkflug und berührte mit den Händen die Baumspitzen. Lautes, verärgertes Zwitschern erscholl und eine Vogelschar flatterte aufgescheucht aus den Baumwipfeln. Jerry lachte glücklich: „Ach, es gibt kaum etwas schöneres als Fliegen!“ Er vollführte eine elegante Drehung und war nun wieder neben Marlène. „Alles klar bei dir? Ist mein Besen auch brav? Du machst das echt richtig gut.“, sagte er und lächelte sie an. Sie flogen eine zeitlang über bewaldetes Gebiet. Um sie herum herrschte weitgehend Stille, abgesehen von dem Zirpkonzert der Grillen und dem beständigen, tiefen Ruf einer Eule. Schließlich kamen sie zu einer kreisrunden Lichtung. In der Mitte dieser baumfreien Fläche lag der See. Das Wasser glitzere im Mondlicht und man hörte Frösche quaken. Jerry neigte seine Besenspitze nach unten und verlor an Höhe. Er schwebte nun zwei Meter über der reglosen Wasseroberfläche und betrachtete sein eigenes Spiegelbild. Die Schönheit dieses kleinen Fleckchens Natur war einfach einmalig. „Wow...“, murmelte er und sagte dann zu Marlène: „Schön, oder?“
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Marlène Curtis
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   So März 08, 2009 9:49 pm

Marlène verlor das Gefühl der Unsicherheit schon nach wenigen Herzschlägen, die sie in der Luft war, ebenso wie ihr Zeitgefühl. Nicht nur das Apparieren raubte ihr jegliche Ahnung von Minuten oder Stunden, beim Fliegen war es ähnlich. Es gab so viel, worauf sie achten musste und was es wert war, angesehen zu werden, dass sie kaum merkte, wie lange sie schon in der Luft waren. Marlène lächelte leicht; es gefiel ihr, hier draußen allein mit Jerry zu schweben. Es war so völlig unwirklich. Sie befanden sich irgendwo zwischen Himmel und Erde, schwerelos, frei wie zwei Vögel. Niemand auf der Erde konnte ihnen in diesem Moment etwas anhaben, sie waren abgetrennt von jeglichen Zwängen und außerhalb der Reichweite aller Menschen und Zauberer, so kam es Marlène vor, während sie über die nächtlichen Baumkronen huschten. Ihr Besen war nicht so schnell wie der, den Jerry im Moment benutzte, aber das störte sie nicht. Sie hatten es ja nicht eilig. Irgendwann gingen sie wieder tiefer und hielten über einem spiegelglatten schwarzen See an, der wie ein dunkles aul zwischen den Baumreihen klaffte und nur hin und wieder, je nach Betrachterwinkel, ein wenig vom Glanz des Mondes oder der Sterne reflektierte. Marlène schwebte dicht neben Jerry auf der Stelle und sah hinab, ebenso wie er, auf ihre eigenen Spiegelbilder.
"Schön, oder?", fragte er leise. Sie nickte stumm. Er hatte Recht - es war ein hübscher Flecken. Sie konnte kaum glauben, dass sie wirklich nur wenige Kilometer von London entfernt waren, wenn es überhaupt Kilometer waren. Sie wusste es nicht, hatte aber auch niemals damit gerechnet, dass in der Nähe einer Großstadt noch so viel Natur existieren könnte. Vorsichtig senkte sie sich ein wenig tiefer ab und streckte eine Hand aus, um das Wasser zu berühren. Es war eiskalt. Ein Schauer lief ihr über den Rücken und schnell zog sie die Hand wieder heraus. Kleine Ringe wellten sich über die Oberfläche, erst hektisch, dann träge, und schließlich verebbten sie wieder ganz.
Marlène stieg wieder auf, bis sie abermals neben Jerry zum Halten kam, und lächelte ihn leicht an. "Weißt du? Ich hätte vor allem nie gedacht, dass es schön sein kann, sich einen Ort wie den hier mit jemandem zu teilen. Ich bin es nicht wirklich gewöhnt, Gesellschaft bei meinen Exkursionen zu haben - überhaupt Gesellschaft zu haben.". Das war die Wahrheit. Sie genoss es mittlerweile wirklich, mit Jerry zusammen zu sein. Solange sie nicht allzu sehr darüber nachdachte, war alles gut.
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Mo März 09, 2009 1:26 pm

In Jerrys Bauch hockte plötzlich ein ziemlich ungewohntes Gefühl. Eine Mischung aus Aufregung, Anspannung, Nervosität und noch etwas anderes, das er nicht so recht einordnen konnte. Eine Art Kribbeln, eine Wärme, die ihn selbst überraschte. Jerry war eigentlich kein Romantiker, allerdings glaubte er, dass diese kleine Situation, in der sie sich befanden, durchaus als romantisch zu bezeichnen war. Als auch noch kleine Glühwürmchen über dem Wasser zu tanzen anfingen, dachte er, dass sei zu viel des Guten. Er hätte Marlène jetzt gerne geküsst. Der Gedanke war ihm gar nicht peinlich. Im Gegenteil, er hielt es für das Natürlichste der Welt. Er sah sie an. Es war ja nicht so, dass er noch nie verliebt gewesen war. Auf das ein oder andere Mädchen in Hogwarts hatte er schon mal ein Auge geworfen und er hatte auch schon mal eine Beziehung geführt. Aber bei Marlène fühlte sich das anders an, als bei den vorherigen Mädchen. Er konnte es nicht beschreiben. Sie hatte ihn einfach in ihren Bann gezogen, durch ihre zurückhaltende, schüchterne und dann doch wieder bestimmte und selbstbewusste Art. Die Art wie sie ihn ansah, wie sie mit ihm sprach, einfach alles an ihr, nahm ihn gefangen. Das wurde Jerry schlagartig bewusst.
„Ich bin froh, dass du bei mir bist, Marlène.“, sagte er, während er ihrer beiden Spiegelungen auf der Wasseroberfläche betrachtete. Dann blickte er empor. Der Mond stand noch nicht ganz am Himmel, aber er vermutete, dass es schon ziemlich spät war. Jerry hatte jegliches Zeitgefühl verloren. „Wollen wir dann mal weiter fliegen?“, fragte er Marlène. Sie verließen die Lichtung und schwebten nun wieder über den Baumkronen. Ein leichter Wind hatte eingesetzt und wiegte die Wipfel hin und her. Jerry lehnte sich zur Seite um die Baumspitzen berührend zu können. Wie zwei Fledermäuse glitten sie durch die Nacht. Das nannte er Freiheit. Jerry gähnte. Eine plötzliche Müdigkeit überfiel ihn. Kein Wunder, immerhin war er heute viel zu früh aus dem Bett gefallen. „Was dagegen, wenn wir zurück fliegen, Marlène? Ich hab zwar keine Ahnung, wie spät es ist, aber irgendwie bin ich grad so müde, ich könnte auf dem Besen schlafen.“
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BeitragThema: Re: Sommerferien (Jerry & Marlène)   Mo März 09, 2009 7:23 pm

Marlène lachte und stieg mit einem Schlenker ihres Besens abermals neben Jerry auf. "Gut. Ist wahrscheinlich besser so."
Das Fliegen klappte tatsächlich immer besser - sie musste sich regelrecht dazu ermahnen, es nicht zu übertreiben. Geschwindigkeit oder riskantere Manöver als Bremsen und Landen sollte sie noch nicht versuchen, sagte sie sich selbst. Wenn sie durch puren Übermut einen Unfall baute, wäre das ein totaler Anfängerfehler, und solche Fehler hasste sie wie die Pest. Also predigte sie sich Disziplin ein, während die beiden durch die stille Nacht glitten und irgendwo vor ihnen die Lichter von London auftauchten. Marlène dachte nicht wirklich nach. Sie war zufrieden wie schon lange nicht mehr - vielleicht wie noch nie? - und merkte gleichzeitig, dass auch ihr die Müdigkeit in den Knochen saß. Wie spät es wohl war? Und wie lange es schon her war, dass sie von zu Hause weg war? Es war so herrlich befreiend zu wissen, dass sie die restlichen Sommerferien nicht unter der Fuchtel ihrer Mutter verbringen würde müssen. Keine Französischstunden, keine unerfüllbaren Anforderungen; niemanden, der sie für dämliche Feste ankleidete und ihr sagte, was sie wann wo und wie essen musste - oder eben nicht essen durfte. Wahrscheinlich war das der Grund, warum sie den ganzen Rückflug über ein kleines Lächeln nicht verbergen konnte.
Die beiden hielten wieder am Rande des Waldstückchens, fast genau dort, wo sie appariert waren. Erst hatte sie gedacht, dass ihr das grässliche Gefühl diesmal erspart bleiben würde, aber sie sah ein, dass es pure Dummheit gewesen wäre, in einem Wohnviertel mit fliegenden Besen zu landen. So wenig sie die Muggel auch hasste, sie konnte nicht anders als den Kopf über ihre Engstirnigkeit und Unaufgeschlossenheit neuer Dinge gegenüber zu schütteln. Nicht um sonst hatten sie alle von Kindesbeinen an gelernt, dass man Muggeln nie zeigen durfte, welche Magie einem inne wohnte.
Marlène hatte sich früher viele Bücher über Hexenverbrennungen im Mittelalter angelesen, deshalb meinte sie, eine Meinung zu dem Thema haben zu können. Zeigten diese Historien nicht, fand sie, was Angst anrichtete, wenn man sie nicht unmittelbar greifen konnte? Unzählige Muggel waren damals in den Feuern ihrer Mitmenschen gestorben, zumeist ohne sich irgendeiner Schuld bewusst zu sein, und das weil die Magie den Muggeln Angst eingejagt hatte.
Sie unterbrach sich in ihrer gedanklichen Diskussion, als sie das von vorher vertraute Ziehen und Zerren in der Magengegend bemerkte. Wieder verging eine schier endlose Zeit, bis die beiden abermals in der kleinen Küche von Jerrys Familie in dem Reihenhaus in London landeten, ein wenig zerzaust und ziemlich müde zwar, aber - zumindest in Marlènes Fall - äußerst zufrieden.

Out: Ich hoffe das war okay, dass ich das so gemacht hab jetzt. Wink
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Sommerferien (Jerry & Marlène)
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